SpOn 29.05.2026
04:44 Uhr

Blue-Origin-Rakete explodiert auf Startrampe in Florida


Das Unternehmen sprach von einer »Anomalie«, YouTube zeigt einen riesigen Feuerball: Eine Rakete von Blue Origin ist bei einem Test in Flammen aufgegangen. Chef Jeff Bezos gab sich zerknirscht.

Blue-Origin-Rakete explodiert auf Startrampe in Florida

Eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens Blue Origin ist Medienberichten zufolge bei einem Test auf der Startrampe explodiert. Die Explosion der New-Glenn-Rakete habe sich auf dem Raumfahrtstützpunkt Cape Canaveral im Bundesstaat Florida ereignet, berichteten US-Medien am Donnerstag. Das Unternehmen von US-Milliardär Jeff Bezos sprach meldete zunächst lediglich eine »Anomalie« während eines Raketentests.

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Der Livestream auf YouTube hingegen zeigte, wie die Rakete während des Tests in einem gewaltigen Feuerball explodiert. In einer kurzen Erklärung von Blue Origin im Onlinedienst X wurde zudem betont, dass es keine Vermissten unter dem an dem Test beteiligten Team gebe. »Wir haben während des Zündungstests eine Anomalie festgestellt«, hieß es. »Das gesamte Personal ist in Sicherheit.«

Bezos selbst schrieb bei X: »Ziemlich harter Tag. Wir werden reparieren, wo es nötig ist, und bald wieder fliegen. Es ist es wert.«

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Die New-Glenn-Rakete spielt eine zentrale Rolle bei den Raumfahrtambitionen von Bezos. Blue Origin konkurriert mit SpaceX von Elon Musk unter anderem als Dienstleister für die US-Weltraumagentur Nasa bei ihrem Mondfahrtprogramm Artemis.

Bei dem Test vor dem geplanten vierten Start der New Glenn sollten die Triebwerke gezündet werden, die Rakete aber am Boden bleiben.

Musk selbst meldete sich ebenfalls bei X mit knappen Worten: »Sehr bedauerlich. Raketen sind schwierig.«

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Im April gab es Probleme mit einem Satelliten

Die New-Glenn-Rakete hatte es beim Erstflug im Januar 2025 direkt ins All geschafft. Beim zweiten Flug rund zehn Monate später hatte die Rakete zwei Mars-Orbiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa ins All gebracht. Auch der dritte Start im April hatte geklappt, allerdings war danach ein Satellit in eine falsche Umlaufbahn abgesetzt worden (mehr dazu hier).

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte Blue Origin daraufhin angewiesen, die Fehlfunktion seiner New-Glenn-Rakete bei dem missglückten Satellitenstart zu untersuchen.

jok/dpa