Eine Spielhalle in der südchinesischen Millionenmetropole Shenzhen ist in die Kritik geraten, weil dort lebende Hamster als Preise in einem Greifautomaten angeboten worden sein sollen. Laut Berichten der Nachrichtenplattform »Nanfang Daily« und anderer Lokalmedien stand der Automat in einem Spielzentrum eines Einkaufszentrums im Bezirk Bao’an.
In sozialen Netzwerken machten Bilder von Hamstern die Runde, die in den Ecken eines solchen Automaten kauerten. Wem das keine Gewissensbisse bereitete, der konnte versuchen, sich eines der Tiere mittels mechanischem Greifarm zu sichern. Internetnutzer in China kritisierten dies als Tierquälerei.
In diesem Video der »South China Morning Post« sind die Aufnahmen der Tiere zu sehen:
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Die Reporter waren auf den Empörungssturm aufmerksam geworden und stellten bei einem Ortsbesuch fest, dass der Hamster-Automat inzwischen entfernt worden war. Mitarbeiter der Spielhalle hätten ihnen bestätigt, dass das Gerät abgebaut worden sei.
Doch mit dem Tierschutz war es auch danach nicht weit her: An derselben Stelle wurden den Berichten zufolge stattdessen Wasserbecken mit Fischen und Schildkröten aufgestellt, die mit kleinen Netzen aus den Becken gefischt werden konnten. Diese sollen inzwischen auch abgebaut worden sein. Lebende Preise sind nun, einem Mitarbeiter zufolge, gänzlich aus der Spielhalle verbannt.
Immer wieder tauchen Aufnahmen aus chinesischen Spielhallen auf, in denen Tiere, etwa Mäuse, in engen Automaten eingesperrt sind und als Gewinne erspielt oder direkt gekauft werden können.
