Donald Trump, US-Präsident:
»Gib mir den Bomber, und lass mich das kleine Ding umarmen. Gib mir den Bomber da drüben. Danke, du wusstest sofort, welchen. Er sieht klein aus, aber in Wirklichkeit ist er riesig.«
Spricht so ein Präsident, der irgendeinen Plan für den von ihm entfesselten Krieg in Nahost hat?
Donald Trump, US-Präsident:
»Ich weiß nicht, wie die das hinkriegen, weil es so elegant und schön ist, aber es ist mit vielen Waffen und Bomben bestückt.«
Donald Trump stellte sich am Montag im Weißen Haus den Fragen von Journalisten zum Irankrieg. Dabei wirkt er wie ein Kind im Spielzeugladen. Gleichzeitig beteuert der US-Präsident, dass er für Frieden stehe – eines seiner Wahlversprechen.
Donald Trump, US-Präsident:
»Ich will keinen Krieg. Ich will Kriege noch weniger als fast alle anderen. Frieden durch Stärke. Aber wissen Sie was? Ich beobachte Iran schon lange. Ich habe schon vor 20 Jahren darauf hingewiesen, als ich noch ein Zivilist war, der es einfach liebte, die Welt zu beobachten. Und es sind gewalttätige, bösartige Menschen. Ihre Führung sind gewalttätige, bösartige Menschen.«
JD Vance steht wie gewohnt an Trumps Seite. Dabei hatte der Vize-Präsident stets erklärt, Trumps beste Außenpolitik in seiner ersten Amtszeit sei es gewesen, keinen Krieg zu beginnen. Auch von den Angriffen auf Iran hatte sich der nach eigener Darstellung überzeugte Christ bisher nicht begeistert gezeigt – und wird darauf jetzt von der Presse festgenagelt.
Reporter:
»Angesichts Ihrer Skepsis gegenüber kriegerischen Abenteuern: Sie waren doch früher ein Kritiker des weltweiten Krieges gegen den Terror?«
JD Vance, US-Vizepräsident:
»Ich denke, es ist ein großer Unterschied, dass wir jetzt einen klugen Präsidenten haben, während wir vorher dumme Präsidenten hatten. Und ich vertraue Präsident Trump, dass er die Aufgabe meistern wird, dass er gute Arbeit für das amerikanische Volk leisten wird und dass er sicherstellen wird, dass die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden.«
Hier versuchen zwei ganz offenbar, Spekulationen über eine mögliche Meinungsverschiedenheit zu entkräften. Und sie wollen den Eindruck zerstreuen, Trump hätte sich mit dem Irankrieg verkalkuliert.
Donald Trump, US-Präsident:
»Ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben, und ich glaube, JD versteht das besser als die meisten anderen. Wenn man dem Iran eine Atomwaffe ließe, würde ein sehr großer Teil der Welt in die Luft gejagt werden, und sie würde fast sofort eingesetzt werden. Ihr habt doch nichts dagegen, wenn ich den hier stehenlassen, oder? Ist der nicht schön?
Die USA hatten am 28. Februar gemeinsam mit Israel Iran angegriffen. Die Einsätze haben bisher nicht zum erhofften Sturz des Regimes in Teheran geführt. Ein klares Ziel für den Krieg in Iran hat Trump bislang nicht öffentlich formuliert.
Donald Trump, US-Präsident:
»Wir müssen die Arbeit erledigen, stimmt’s?«