SpOn 30.09.2026
22:55 Uhr

Elon Musk und Pentagon: Techmilliardär soll zentrale Rolle bei »Projekt Meridian« spielen


US-Verteidigungsminister Hegseth treibt ein Projekt zur Erforschung autonomer Kriegsführung voran. Dabei setzt er auf Elon Musk: Der Techmilliardär soll eine zentrale Rolle in der Initiative des Pentagon übernehmen.

Elon Musk und Pentagon: Techmilliardär soll zentrale Rolle bei »Projekt Meridian« spielen

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, 46, setzt bei der Frage nach der Zukunft des Krieges auch auf Techmilliardär Elon Musk, 55. Musk soll eine führende Rolle bei einem neuen Projekt des US-Verteidigungsministeriums übernehmen, wie Hegseth bei einer Rede vor Militärs in Quantico im Bundesstaat Virginia ankündigte.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth

Foto: Alex Wong / Getty Images North America / AP

Das sogenannte »Projekt Meridian« soll sich mit der Frage beschäftigen, wie sich die Kriegsführung in den kommenden Jahrzehnten verändern könnte. Musk soll gemeinsam mit weiteren Personen die Initiative leiten.

Ziel sei es, »mit einem kreativen Blick auf die Zukunft zu schauen« und jene Bereiche zu identifizieren, »die wir erobern müssen, und die Fähigkeiten, die wir beherrschen müssen«, sagte Hegseth.

Autonome Waffensysteme

Ein Schwerpunkt des Projekts soll demnach auf autonomer Kriegsführung liegen. Dabei geht es um den Einsatz von Waffensystemen und künstlicher Intelligenz, die Aufgaben ohne direkten menschlichen Eingriff übernehmen und etwa Angriffe ausführen können.

Hegseth kündigte an, dass das Projekt innerhalb von 120 Tagen Ergebnisse vorlegen soll. Es gehe darum, vorausschauend zu handeln und die technologische und militärische Überlegenheit der USA auf dem Schlachtfeld für die kommenden Jahrzehnte zu sichern, sagte der Pentagon-Chef.

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Zugleich treibt Hegseth einen Umbau der US-Streitkräfte voran. Nach eigenen Angaben hat er die Zahl der ranghöchsten Offiziere und die entsprechenden Planstellen insgesamt um 20 Prozent reduziert.

Seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 wurden zudem zahlreiche hochrangige Militärs ausgetauscht oder gingen in den Ruhestand. Hegseth begründet die Veränderungen unter anderem mit dem Ziel, die Streitkräfte effizienter auszurichten und ihre militärischen Fähigkeiten zu stärken.

dtt/dpa/AFP