SpOn 15.10.2026
01:18 Uhr

Frankfurt Airport: Lufthansa reagiert wegen möglichen Kerosin-Engpässen


Die Rede ist von reduzierter Kapazität bei den Pipelines: Laut Berichten könnte am Flughafen Frankfurt am Main der Jet-Treibstoff knapp werden. Die größte deutsche Airline sorgt deshalb vor.

Frankfurt Airport: Lufthansa reagiert wegen möglichen Kerosin-Engpässen

Zahlreiche Bundesländer steuern auf die Herbstferien zu – oder befinden sich schon mittendrin. Das bedeutet auch, dass an den deutschen Flughäfen mit einem höheren Reiseaufkommen zu rechnen ist. In diese Phase kommt aus Frankfurt am Main die Nachricht, dass es am dortigen Flughafen zu Einschränkungen bei der Kerosinversorgung kommen könnte.

Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben vorsorgliche Maßnahmen ergriffen, um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten. Dazu gehört, dass Flugzeuge auf ausgewählten Verbindungen bereits vor dem Abflug nach Frankfurt zusätzlichen Kraftstoff aufnehmen. Mit Flugstreichungen sei deshalb derzeit nicht zu rechnen, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte.

Hintergrund der angespannten Versorgungslage ist laut Lufthansa unter anderem eine reduzierte Kapazität der Pipeline-Anbindung. Nach Informationen der »Bild«-Zeitung  wird zudem der niedrige Rheinpegel als möglicher Belastungsfaktor für die Versorgung genannt. Tankschiffe könnten den Fluss nur eingeschränkt beladen befahren, hieß es.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport teilte mit, es finde derzeit eine turnusgemäße Wartung einer Pipeline statt, die auch den Flughafen mit Kerosin versorge. Ein Engpass durch diese Routine-Wartung werde wegen anderer Versorgungswege und großer Tank-Speichermöglichkeiten nicht erwartet. »Die Betriebsfähigkeit des Flughafens ist somit davon nicht beeinträchtigt«, so Fraport.

Tonnenweise zusätzlichen Treibstoff an Bord

Laut »Bild« hat die Lufthansa ihre Piloten angewiesen, auf bestimmten Flügen mehr Kerosin als für die jeweilige Strecke erforderlich zu tanken. Das sogenannte Tankering soll den Bedarf an zusätzlichem Treibstoff in Frankfurt verringern. Betroffen seien demnach vor allem Kurz- und Mittelstreckenverbindungen, zunehmend aber auch Langstreckenflüge.

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Nach »Bild«-Informationen sehen die Vorgaben für Flugzeuge der Airbus-A320-Familie eine Obergrenze von acht Tonnen zusätzlichem Kraftstoff vor. Bei der Flugplanung solle zugleich darauf geachtet werden, dass durch das zusätzliche Gewicht keine Einschränkungen bei der Beförderung von Passagieren oder Fracht entstünden.

Die Lufthansa betonte, mit den ergriffenen Maßnahmen einen verlässlichen Flugbetrieb sicherstellen zu wollen. Nach Angaben der »Bild«-Zeitung sollen die Maßnahmen bis auf Weiteres gelten und an die Entwicklung der Lage angepasst werden.

jok/dpa