SpOn 14.09.2026
10:50 Uhr

Frankreich: Rekordhitze sorgt für stärkeren Champagner


Fünf Hitzewellen, intensiver Frost und eine frühe Blüte: Das Wetter bringt die Ernte in der französischen Champagne durcheinander. Die Trauben seien in diesem Jahr jedoch von besonderer Qualität, heißt es.

Frankreich: Rekordhitze sorgt für stärkeren Champagner

Die Hitzewellen in Frankreich sorgen dafür, dass mehr Alkohol in den Champagner darf. Eine Ausnahmegenehmigung erlaube Winzern, dass ihr Champagner bis zu 15 Prozent Alkohol enthalte. Das teilte der Branchenverband Comité Champagne mit. Üblicherweise hat Champagner zwölf Prozent Alkohol.

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Frühe Ernte, weniger Ertrag, mehr Alkohol: Der Klimawandel könne dazu führen, dass diese außergewöhnliche Weinlese mittelfristig zur neuen Norm werde, sagt Maxime Toubart vom Comité Champagne. Es sei nötig, sich darauf vorzubereiten und über die »Champagne von morgen« nachzudenken.

In diesem Jahr seien die klimatischen Bedingungen besonders schwierig gewesen: intensiver Frost im Frühjahr, eine sehr frühe Blüte und fünf teils extreme Hitzewellen im Sommer. Die Weinlese habe deshalb früher begonnen. Die meisten Winzer haben bereits Mitte August geerntet, etwa zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr. Die früh gereiften Trauben seien jedoch von besonderer Qualität, heißt es vom Branchenverband, sie würden an historische Jahrgänge erinnern.

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Die Ernte sei jedoch wenig ergiebig gewesen: Pro Hektar wurden etwa 7000 Kilo Trauben geerntet. Im vergangenen Jahr waren es knapp 10.000 Kilo. Die gute Nachricht: Auf die vermarktete Menge werde sich das nicht auswirken.

Die Franzosen begegnen der Hitze mit Würde und Stil, berichten SPIEGEL-Korrespondenten von vor Ort. Doch dieser Sommer ist anders. Die Rekordtemperaturen bringen sogar ideologische Fronten ins Wanken. Lesen Sie hier mehr.

jml/AFP