SpOn 14.05.2026
16:04 Uhr

Fußball-WM 2026: »Unzureichend« – Experten kritisieren Fifa-Hitzeprotokoll


Die Fifa hat bei befürchteten 40 Grad an manchen WM-Spielorten bereits Maßnahmen ergriffen. Diese gehen laut internationalen Experten aber nicht weit genug. Die Spieler seien dem Risiko schwerer gesundheitlicher Schäden ausgesetzt.

Fußball-WM 2026: »Unzureichend« – Experten kritisieren Fifa-Hitzeprotokoll

Eine Gruppe weltweit führender Wissenschaftler hat die Fifa davor gewarnt, dass ihre aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer »unzureichend« seien. Das geht aus einem offenen Brief von 20 externen, internationalen Experten aus den Bereichen Gesundheit, Klima und Sportleistung hervor.

Mögliche Gefahr an 14 von 16 Spielorten

Demnach seien die Spieler dem Risiko schwerer gesundheitlicher Schäden ausgesetzt, da die Richtlinien des Fußball-Weltverbandes nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprächen. Sie fordern die Fifa auf, strengere Schutzmaßnahmen einzuführen, darunter längere Trinkpausen sowie klarere Protokolle für die Verzögerung oder Verschiebung von Spielen bei extremen Bedingungen.

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Wie schon beim Turnier 1994 in den USA und der Klub-WM im vergangenen Jahr könnte die Hitze bei der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko ein Thema werden. Die Forscher warnen davor, dass die Temperaturen in 14 der insgesamt 16 genutzten Stadien gefährliche Werte überschreiten könnten.

Genügen die Fifa-Maßnahmen?

Die Fifa hatte bereits Maßnahmen im Vorfeld ergriffen. So wurden verpflichtende, dreiminütige Trinkpausen in jeder Halbzeit eines jeden Spiels eingeführt – unabhängig von den jeweiligen Wetterbedingungen. Unter anderem werden bei allen Spielen, die im Freien stattfinden, klimatisierte Sitzbänke für den Betreuerstab und die Auswechselspieler bereitgestellt.

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Die Maßnahmen gehen den Experten nicht weit genug. So wird unter anderem gefordert, Spiele bei Temperaturen von mehr als 28 Grad zu verschieben, längere Kühlpausen von mindestens sechs Minuten einzuführen oder bessere Kühlungseinrichtungen für die Spieler bereitzustellen.

mfu/dpa