SpOn 10.09.2026
14:13 Uhr

Gianni Infantino: Frankreichs Verband stellt sich offen gegen Fifa-Chef


Im Weltfußball herrscht ein Machtkampf, im Zentrum: Gianni Infantino. Dessen Wiederwahl als Fifa-Präsident will der französische Verband verhindern. Und damit ist er nicht allein.

Gianni Infantino: Frankreichs Verband stellt sich offen gegen Fifa-Chef

Der französische Fußballverband (FFF) zieht seine Unterstützung für die Wiederwahl von Gianni Infantino als Fifa-Präsident im kommenden Jahr zurück. Das gab FFF-Präsident Philippe Diallo bekannt.

Infantino, der eine weitere Amtszeit anstrebt, sieht sich seit Juli teils scharfer Kritik ausgesetzt. Grund ist sein gescheiterter Vorschlag, einen Anteil von 20 Prozent an den Fifa-Wettbewerben – darunter die Weltmeisterschaft – an private Investoren zu verkaufen. Dieses als »Ausverkauf des Fußballs« kritisierte Vorhaben wurde aufgrund des breiten Widerstands der regionalen Fußballkonföderationen, insbesondere der europäischen Uefa, aufgegeben. Hier lesen Sie mehr zu den Hintergründen.

Seit dem Scheitern des geplanten Verkaufs der WM-Anteile haben ihm mehrere europäische Verbände, darunter der englische und der italienische, ihre Unterstützung entzogen. Nun ist Frankreich gefolgt. Das ist gerade mit Blick auf den kommenden März relevant. Dann steht in Rabat die nächste Präsidentschaftswahl an. Infantino will sich dort trotz aller Kritik wiederwählen lassen.

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Ob ihm das gelingt, ist offen. Die Uefa, die Asiatische Fußballkonföderation und die Nordamerikanische Fußballkonföderation Concacaf haben Veränderungen an der Fifa-Spitze gefordert. Aktuell kann Infantino allerdings auf die Unterstützung des südamerikanischen Verbands Conmebol sowie des afrikanischen Caf setzen.

Die Uefa bereitet zudem eine Strafanzeige in der Schweiz gegen Infantino vor. Erstes Ziel der Uefa ist es, Infantino vor seiner angestrebten Wiederwahl zum Aufgeben zu zwingen. Sollte Infantino kandidieren, könnte der Kanadier und Concacaf-Chef Victor Montagliani als Infantino-Herausforderer antreten. Die Frist für eine Nominierung läuft am 18. November ab.

mon/sid/Reuters