SpOn 18.03.2026
15:02 Uhr

Gordon Hoffmann: Brandenburgs Bildungsminister macht seinen Ex-Lehrer stolz


Gordon Hoffmann war nach eigenen Angaben »stinkend faul« in der Schule. Nun ist er Bildungsminister in Brandenburg. Einer seiner Lehrer hat den Lebensweg des Politikers offenbar weiterverfolgt. Und sich bei ihm gemeldet.

Gordon Hoffmann: Brandenburgs Bildungsminister macht seinen Ex-Lehrer stolz

Kommunikation auf Augenhöhe mit schwierigen Jugendlichen sollte ihm leicht fallen: Den neuen Bildungsminister von Brandenburg, Gordon Hoffmann, 47, würde man heute wohl als Problemschüler bezeichnen. Er selbst beschrieb sich bei einer Rede auf dem CDU-Landesparteitag 2023 mit folgendem Satz: »Ich war stinkend faul.«

Trotzdem oder gerade deshalb gibt es nun zum Amtsantritt Rückenwind von seinem früheren Lehrer. »Es ist tatsächlich so, dass mein ehemaliger Klassenleiter, Herr Giske, mir direkt geschrieben hat und mir auch gesagt hat, dass er sehr, sehr stolz darauf ist, dass sein ehemaliger Schüler am Ende doch noch irgendwo angekommen ist«, sagte Hoffmann nach seiner Ernennung zum Minister. Andreas Giske sei sein Klassenleiter an der Polytechnischen Oberschule in Breese bei Bad Wilsnack gewesen.

Abschluss knapp geschafft, Ausbildung hingeschmissen

Der CDU-Politiker blickt auf eine bewegte Schul- und Ausbildungszeit zurück. Er wäre selbst fast einer der Jugendlichen ohne Abschluss geworden, habe es in der zehnten Klasse nur »mit Hängen und Würgen« geschafft, bekannte er im »Tagesspiegel« .

Die Ausbildung zum Zentralheizungs- und Lüftungsbauer habe er kurz vor der Prüfung hingeschmissen. Hoffmann nahm den zweiten Bildungsweg und begann ein Fachschulstudium Sozialpädagogik, studierte später Soziale Arbeit. Seit 2009 ist er Landtagsabgeordneter, 2018 wurde er Landesgeschäftsführer der CDU Brandenburg, ein Jahr später Generalsekretär – nun leitet er ein wichtiges Ressort.

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Am Tag seiner Vereidigung als Bildungsminister kündigte Hoffmann an: »Ich habe vor, ganz viele Schulen zu besuchen und viel mit den Leuten zu sprechen.« Wenn er dort auch seine eigene Geschichte erzählt, könnte das so manchem Schüler Mut machen – und vielleicht werden dann irgendwann weitere Lehrer stolz auf ihre Schüler sein.

kfr/dpa