SpOn 15.05.2026
10:23 Uhr

Helsinki: Flughafen nimmt nach mehrstündiger Sperrung Betrieb wieder auf


Mutmaßliche Drohnenflüge haben am Flughafen von Finnlands Hauptstadt Helsinki den Betrieb zeitweilig gestoppt. Das Land ließ daraufhin offenbar auch Kampfjets aufsteigen.

Helsinki: Flughafen nimmt nach mehrstündiger Sperrung Betrieb wieder auf

Der Flughafen Helsinki hat seinen Betrieb am Freitagmorgen wegen einer Drohnenwarnung für mehrere Stunden eingestellt. Inzwischen läuft der Verkehr am Airport wieder an.

Die Sicherheitsbehörden hatten für den Süden der Region Uusimaa – in der auch die Hauptstadt Helsinki liegt – eine Gefahrenwarnung wegen einer möglichen Drohne herausgegeben. Die 1,8 Millionen Einwohner der Region wurden demnach aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters ließen Finnlands Streitkräfte zeitweise Kampfjets aufsteigen, auch andere Einsatzkräfte wurden aktiviert. »Unsere Behörden haben ihre Bereitschaft und Kapazitäten zu reagieren demonstriert«, schrieb Präsident Alexander Stubb auf X. »Es besteht keine direkte militärische Bedrohung gegen Finnland.«

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Ministerpräsident Petteri Orpo erklärte, die Streitkräfte hätten die Überwachung verstärkt. Später bestätigte er, dass die »Gefahr in Uusimaa vorbei« sei. Nähere Angaben machte er nicht.

Verspätungen und Ausfällen doch

Die Störung dauerte demnach von 4 Uhr bis 7 Uhr Ortszeit an. Trotz der Wiederaufnahme des Flugbetriebs könne es im Laufe des Tages noch zu Verspätungen und Ausfällen kommen, erklärte der Flughafenbetreiber.

Warnhinweis an einer Tramhaltestelle in Helsinki

Warnhinweis an einer Tramhaltestelle in Helsinki

Foto: Teemu Salonen / Lehtikuva / AP

Im vergangenen Jahr waren im Luftraum europäischer Nato-Staaten immer wieder Drohnen an Flughäfen und Militäreinrichtungen gesichtet worden, unter anderem auch in Deutschland.

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Insbesondere im Baltikum gab es zudem mehrfach Vorfälle, bei denen vom Kurs abgekommene und eigentlich auf Russland abzielende ukrainische Drohnen in den Luftraum der Nato-Staaten eingedrungen waren. Ob dies womöglich auch am Freitag der Fall war, war zunächst unklar.

fek/AFP/Reuters