SpOn 28.04.2026
01:09 Uhr

Hurghada in Ägypten: Tourist aus Deutschland stirbt nach Schlangen-Biss bei Hotelshow


Gemeinsam mit seiner Familie besuchte ein Mann aus Bayern in einem ägyptischen Hotel eine sogenannte Schlangenbeschwörung. Dabei biss ihm eines der Tiere ins Bein, der 57-Jährige starb. Jetzt ermittelt auch die deutsche Polizei.

Hurghada in Ägypten: Tourist aus Deutschland stirbt nach Schlangen-Biss bei Hotelshow

Ein deutscher Urlauber ist nach dem Besuch einer Schlangenvorführung in einem ägyptischen Hotel gestorben. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatte der 57-Jährige bereits Anfang April in dem Hotel in der Ferienregion Hurghada mit seiner Familie eine Vorstellung besucht, bei der ein sogenannter Schlangenbeschwörer zur Unterhaltung auftrat. Er hatte den Gästen demnach unter anderem zwei Schlangen – mutmaßlich Kobras – um den Hals gelegt. Eine der Schlangen ließ er dem Urlauber aus Bayern in die Hose kriechen, wie es hieß. Dabei soll das Tier ihm ins Bein gebissen haben.

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Der Mann aus dem Unterallgäu habe deutliche Symptome einer Vergiftung gezeigt und sei reanimiert worden, sagte  ein Sprecher der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen. Er sei kurz darauf im Krankenhaus gestorben.

Die Polizei in Kempten ermittelt nach Angaben des Sprechers in dem ungewöhnlichen Fall, weil es sich bei dem Toten um einen deutschen Staatsbürger handelt. »Wir arbeiten mit den ägyptischen Behörden zusammen«, hieß es.

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Die Ermittlungen zu den Todesumständen richten sich laut dem Polizeisprecher zum derzeitigen Stand nicht konkret gegen den Schlangenbeschwörer, sondern würden offen geführt. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung stehen ihm zufolge noch aus.

  • Mehr Hintergründe hier: Im Selbstversuch hat sich Timothy Friede mehr als 200-mal von hochgiftigen Schlangen beißen lassen. Dem SPIEGEL erzählte er, warum er das tat und wie Forscher aus seinem Blut ein Breitbandgegengift herstellten, das Leben retten könnte. Hier geht’s zum ganzen Interview .

aar/dpa