SpOn 25.05.2026
12:47 Uhr

Indy500: Mick Schumacher wird 18. bei seinem Debüt


Als erster Deutscher seit mehr als 100 Jahren hat Mick Schumacher beim Motorsportklassiker Indy500 in den USA teilgenommen. Dabei erlebte er auch einen Schreckmoment.

Indy500: Mick Schumacher wird 18. bei seinem Debüt

Nach seiner Indy500-Premiere inklusive später Mauerberührung musste Mick Schumacher erst mal durchatmen. »Es war am Ende wirklich ein Kampf ums Überleben, besonders beim vorletzten Restart«, sagte der Deutsche am Start des Rennens über 500 Meilen auf dem legendären Oval in Indianapolis übereinstimmenden Medienberichten zufolge. Der 27-Jährige kam auf den 18. Rang und war damit bester Rookie in dem Feld mit 33 Autos. Gestartet war Mick Schumacher von Position 27.

Den Sieg im wichtigsten Motorsportereignis der USA feierte der Schwede Felix Rosenqvist. Der Vorsprung auf David Malukas betrug nur 0,0233 Sekunden. Knapper war noch nie eine Entscheidung bei nun insgesamt 110 Auflagen des Rennklassikers ausgefallen.

Mick Schumacher bei den 500 Meilen von Indianapolis

Mick Schumacher bei den 500 Meilen von Indianapolis

Foto: Richard Dole / ZUMA Press Wire / dpa

Schumacher ging als erster deutscher Rennfahrer seit 103 Jahren auf dem berühmten Oval-Kurs an den Start. Seine bislang beste Platzierung in seiner Rookie-Saison im IndyCar ist ein 17. Platz, diese verfehlte er nur knapp.

»Wurde links und rechts überholt«

Beim Start hatte der Sohn von Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher gleich Plätze verloren. Er sei ihn vielleicht sogar etwas zu vorsichtig angegangen »und wurde dann links und rechts überholt. Aber wie alle gesagt haben: Es ist ein unglaublich langes Rennen, man muss einfach dranbleiben, und genau das haben wir getan«, betonte er.

Vor mehr als 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauern war dann wenige Runden vor Schumachers Mauerstreifer Caio Collet mit seinem Wagen in die Streckenbegrenzung eingeschlagen. Das Auto fing an zu brennen und schlitterte ins Gras.

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Der Brasilianer konnte aber mithilfe der Stewards wieder aus seinem Auto steigen und gab mit einem Daumen hoch Entwarnung. Doch der Crash hatte für Schumacher Folgen. »Uns wurde gesagt, dass die Strecke gesäubert wurde. Die obere Linie wurde es aber definitiv nicht gut genug, weshalb ich rausgerutscht bin und die Mauer traf«, sagte er.

Die Bilanz des deutschen Piloten vom Team Rahal Letterman Lanigan Racing fiel aber sehr positiv aus. »Ich habe Runde für Runde so viel gelernt und verstehe, warum man sagt, dies sei das größte Spektakel im Rennsport.«

Mick Schumacher war 2021 und 2022 in der Formel 1 gefahren, verlor dann aber sein Cockpit beim US-Team Haas. Weil ein Comeback missglückte, verkündete er im November 2024 seinen Abschied aus der Rennserie. Danach ging er für das Langstreckenteam Alpine an den Start. 2026 wechselte er in die IndyCar-Serie.

ngo/dpa