SpOn 14.10.2026
16:54 Uhr

Inflation in den USA: Preise steigen im September um 3,7 Prozent


Hohe Energiekosten belasten die US-Wirtschaft: Die Verbraucherpreise sind im Vergleich zum Vorjahr stärker gestiegen als erwartet. Kurz vor den Zwischenwahlen setzt das Donald Trump unter Druck.

Inflation in den USA: Preise steigen im September um 3,7 Prozent

Die Inflation in den USA ist im September überraschend stark gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 3,7 Prozent zu, teilte das Arbeitsministerium mit . Im August hatte die Rate bei 3,4 Prozent gelegen.

Damit nähert sich die Inflation dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, der durch die Folgen des Irankriegs im Mai (4,2 Prozent) erreicht worden war. Das verstärkt den Druck auf die Federal Reserve, die Leitzinsen zu erhöhen: Die US-Notenbank strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an.

Angetrieben wurde die Preisentwicklung in den USA vor allem durch Energiekosten. Wichtige Rohstoffe wie Erdöl hatten sich in den vergangenen Wochen deutlich verteuert. Für Energie zahlten Verbraucher im September gut ein Fünftel mehr als im Jahr zuvor. Die Preise für Kraftstoffe stiegen um etwa 34 Prozent, die für Heizöl sogar um rund 74 Prozent.

Das setzt Donald Trump und seine Regierung vor den Zwischenwahlen im November unter Druck. Derzeit halten die Republikaner eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern. Die Politik des US-Präsidenten ist laut Umfragen aber zunehmend unbeliebt: Ursprünglich hatte Trump versprochen, die Inflation einzudämmen. Zugleich attackierte er immer wieder die US-Notenbank Fed und forderte Zinssenkungen – bisher vergeblich.

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»Nach unserer Prognose wird die US-Notenbank ihre Leitzinsen auf der kommenden Sitzung im Oktober zwar noch unverändert lassen, eine Anhebung im Dezember scheint jedoch gesetzt«, teilte Dirk Chlench, Ökonom bei der Landesbank LBBW, der Nachrichtenagentur dpa mit. Die US-Inflation steuere damit in den nächsten Monaten auf eine Rate von mehr als vier Prozent im Vorjahresvergleich zu.

Im August stiegen die Staatsschulden der USA offiziell auf 40 Billionen Dollar. Mit dem Kauf von Staatsanleihen will Trump den Schaden begrenzen. Warum das kaum funktionieren dürfte, lesen Sie hier .

esw/dpa