Wichtige Updates
Sortierung
Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagiert mit Gegenattacken, auch auf die Golfstaaten.
- Israel hat nach eigenen Angaben »begrenzte« Bodeneinsätze im Libanon begonnen.
- In Dubai wurde ein Treibstofflager des Flughafens von einer Drohne getroffen. Der Betrieb wird schrittweise wieder aufgenommen.
- Donald Trump drängt die Nato-Verbündeten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Straße von Hormus – andernfalls werde das Bündnis vor einer »sehr schlechten Zukunft« stehen.
- Boris Pistorius erteilt Trumps Forderungen eine Absage, Dänemark wiederum will der Mission gegenüber offen bleiben.
- In der Europäischen Union gibt es Diskussionen über eine Ausweitung der EU-Mission »Aspides« auf die Straße von Hormus.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Deutsche Soldaten in der Straße von Hormus? Auf keinen Fall! Oder? Der Kanzler beteuert: Die Bundeswehr hält sich raus aus dem Irankrieg. Aber der Druck auf Merz steigt. Einige seiner eigenen Leute denken sehr laut darüber nach, die Straße von Hormus mit deutscher Hilfe zu sichern.
- Kritik am Kurs des US-Präsidenten: Donald Trumps Feldzug gegen Iran ist in der US-Bevölkerung unbeliebt. Viele seiner MAGA-Ultras folgen ihm blind, doch an den Rändern bröckelt es.
- War es das mit dem Aufschwung? Die Unsicherheit über die Weltlage wird für die deutsche Wirtschaft zum Konjunkturrisiko.
- Ölhandel im Würgegriff: Iran nutzt die Straße von Hormus als geopolitisches Druckmittel. Mit militärischen Mitteln allein schaffen die USA es wohl nicht, den Handelsweg offenzuhalten.
- Maschinen statt Menschen: Noch nie hat das US-Militär KI in einem Krieg so umfassend eingesetzt wie in Iran. Der Analyst Noah Sylvia sieht darin Chancen, aber auch enorme Risiken.
- Gefangen in einem asymmetrischen Krieg: Donald Trump scheint von der Kriegsführung des Regimes in Teheran überrascht – und setzt auf Eskalation.
- Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung: Donald Trump gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt über seine Strategie – und über militärische Erfolge.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Bundesregierung warnt Israel vor größeren Bodeneinsätzen im Libanon
Die Bundesregierung zeigt sich angesichts der Lage im Libanon »enorm beunruhigt« und warnt die israelische Regierung vor einer größeren Bodenoffensive. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte in Berlin, man sehe Vorbereitungen für einen solchen Einsatz. Das würde die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der Region weiter verschärfen und könnte zu mehr Fluchtgeschehen führen.
Deutschland fordere »unsere israelischen Freunde« deshalb eindringlich auf, diesen Weg nicht einzuschlagen, sagte Kornelius. Zugleich verurteilt die Bundesregierung, dass die Hisbollah-Miliz nach eigenen Angaben wieder in den Kampf gegen Israel eingetreten sei. Die Hisbollah müsse die Kämpfe einstellen und die Waffen niederlegen.
Zudem fordere die Bundesregierung Israel dazu auf, zivile Ziele und die Friedenstruppe der Uno-Beobachtermission UNIFIL nicht anzugreifen, so Kornelius. UNIFIL-Blauhelmsoldaten waren zuletzt im Grenzgebiet zu Israel nach Angaben der Vereinten Nationen wiederholt zwischen die Fronten geraten.
Israels Armee bestätigt »begrenzte« Bodeneinsätze im Libanon
Israels Armee hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen im Süden des Libanon »begrenzte und gezielte« Bodeneinsätze begonnen. Ziel seien dort aktive Hisbollah-Mitglieder sowie Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee mit. Die Einsätze seien »Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen«, um die Einwohner im Norden Israels zu schützen.
Die »Times of Israel« hatte bereits am Wochenende berichtet, israelische Bodentruppen hätten bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Hisbollah-Kämpfer getötet. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Demnach seien zudem Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.
Im Libanon wächst die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive. Das Nachrichtenportal »Axios« berichtete, Israel wolle das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.
Eine israelische Artillerieeinheit feuert auf der israelischen Seite der israelisch-libanesischen Grenze. Foto: Shir Torem /Reuters
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Katharina Osterhammer
Auslandsressort

EU schnürt Hilfspaket für Nahen Osten über 450 Millionen Euro
Die Europäische Union hat beschlossen, mehr als 450 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Nahen Osten bereitzustellen. Das Geld soll Menschen in Jordanien, Syrien, Ägypten, dem Libanon und den palästinensischen Gebieten zugutekommen.
Das Paket steht nicht in ausschließlichem Zusammenhang mit dem derzeitigen Krieg. 210 Millionen Euro sollen laut Plan der Kommission beispielsweise nach Syrien gehen, nachdem dort auch ein Jahr nach dem Sturz von Diktator Baschar al-Assad noch 16 Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen gewesen seien. Das Geld soll unter anderem für Lebensmittel, medizinische Versorgung, Unterkünfte und Bildungsangebote für Kinder verwendet werden.
Das Paket steht nicht in ausschließlichem Zusammenhang mit dem derzeitigen Krieg. 210 Millionen Euro sollen laut Plan der Kommission beispielsweise nach Syrien gehen, nachdem dort auch ein Jahr nach dem Sturz von Diktator Baschar al-Assad noch 16 Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen gewesen seien. Das Geld soll unter anderem für Lebensmittel, medizinische Versorgung, Unterkünfte und Bildungsangebote für Kinder verwendet werden.
Bereits vor einer Woche hatte die EU eine humanitäre Soforthilfe für ähnliche Zwecke im Libanon mobilisiert. Hintergrund war die Vertreibung von inzwischen knapp 800.000 Menschen aus ihren Häusern, denen es auch an warmen Mahlzeiten und Notunterkünften mangelte. Diese Art der Notfallfinanzierung kam erstmals zum Einsatz. Geliefert wurden Hilfsgüter per humanitärer Luftbrücke.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Henrike Hartmann
Reporterressort

Keir Starmer sieht »keine Nato-Mission« für die Straße von Hormus
Der britische Premierminister Keir Starmer hat klargestellt, dass die blockierte Straße von Hormus ohne Beteiligung der Nato wieder für die Schifffahrt passierbar gemacht werden soll. »Es wird keine Nato-Mission sein und es war auch nie als eine Nato-Mission vorgesehen«, sagte Starmer in London.
Zuständig sein müsse eine Allianz von Partnern in Europa, am Golf und mit den USA. Großbritannien arbeite mit anderen Ländern daran, einen gemeinsamen Plan zur Öffnung der Meerenge zu entwickeln. »Das ist keine einfache Aufgabe«, sagte Starmer, es würden aber alle nötigen Maßnahmen getroffen, »um uns und unsere Verbündeten zu verteidigen«.
Zuständig sein müsse eine Allianz von Partnern in Europa, am Golf und mit den USA. Großbritannien arbeite mit anderen Ländern daran, einen gemeinsamen Plan zur Öffnung der Meerenge zu entwickeln. »Das ist keine einfache Aufgabe«, sagte Starmer, es würden aber alle nötigen Maßnahmen getroffen, »um uns und unsere Verbündeten zu verteidigen«.
Starmer hatte am Sonntag mit US-Präsident Donald Trump über die Sicherung von Öltransporten beraten. Trump hatte die Nato-Verbündeten zuvor zur Unterstützung aufgerufen.
Keir Starmer . Foto: Chris J. Ratcliffe / EPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Pistorius erteilt militärischer Beteiligung an Hormus-Mission eine Absage – mit deutlichen Worten
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach militärischer Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus scharf zurückgewiesen. Man sei bereit, eine sichere Passage durch die Straße von Hormus diplomatisch zu gewährleisten, sagte Pistorius bei einem Besuch seines lettischen Amtskollegen Andris Sprūds in Berlin. »Allerdings wird es keine militärische Einbindung geben.«
Weiter sagte Pistorius, er frage sich, was Donald Trump von ein oder zwei Handvoll europäischen Fregatten zu leisten erwarte, »was die machtvolle amerikanische Navy dort alleine nicht hinbekommen kann«. Er sehe keine Veranlassung, ein Bundestagsmandat für einen Einsatz außerhalb des Nato-Gebiets einzuholen. »Es ist nicht unser Krieg. Wir haben ihn nicht begonnen.«
Weiter sagte Pistorius, er frage sich, was Donald Trump von ein oder zwei Handvoll europäischen Fregatten zu leisten erwarte, »was die machtvolle amerikanische Navy dort alleine nicht hinbekommen kann«. Er sehe keine Veranlassung, ein Bundestagsmandat für einen Einsatz außerhalb des Nato-Gebiets einzuholen. »Es ist nicht unser Krieg. Wir haben ihn nicht begonnen.«
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Foto: REUTERS
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Dänemark will US-Anfrage zum Schutz der Straße von Hormus prüfen
Dänemark will eine Beteiligung an einer von US-Präsident Donald Trump geforderten Mission zum Schutz der Straße von Hormus nach den Worten von Außenminister Lars Løkke Rasmussen prüfen. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters sowie dänische Medien übereinstimmend. Rasmussen äußerte sich demnach in Brüssel auf dem Weg zu einem Treffen der EU-Außenminister.
Dänemark sei zwar ein kleines Land, aber »eine große Seefahrernation«, wird der Außenminister zitiert. »Wir müssen dieser Frage gegenüber offen bleiben.« Bislang habe man nur Trumps Äußerungen gehört, der Außenminister sprach von einer »vagen Einladung an Europa«. Er freue sich nun darauf, dies mit seinen EU-Amtskollegen zu besprechen.
Dänemark sei zwar ein kleines Land, aber »eine große Seefahrernation«, wird der Außenminister zitiert. »Wir müssen dieser Frage gegenüber offen bleiben.« Bislang habe man nur Trumps Äußerungen gehört, der Außenminister sprach von einer »vagen Einladung an Europa«. Er freue sich nun darauf, dies mit seinen EU-Amtskollegen zu besprechen.
Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen. AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Wadephul fordert Israel und USA auf, Kriegsziele zu definieren
Bundesaußenminister Johann Wadephul pocht auf mehr Informationen der USA und Israels über den weiteren Verlauf des Krieges gegen Iran. »Wichtig wird zunächst sein, dass die USA und Israel sich dazu verhalten, wann sie die militärischen Ziele ihres Einsatzes als erreicht betrachten. Hier brauchen wir mehr Klarheit«, sagte Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel.
Hierzu erwarte er Antworten. Erst dann könne man in eine nächste Phase gehen, um eine Sicherheitsarchitektur für die gesamte Region zu definieren, auch mit den Anrainerstaaten. Das werde dann auch erfordern, mit Iran ins Gespräch zu kommen, sagte Wadephul.
Hierzu erwarte er Antworten. Erst dann könne man in eine nächste Phase gehen, um eine Sicherheitsarchitektur für die gesamte Region zu definieren, auch mit den Anrainerstaaten. Das werde dann auch erfordern, mit Iran ins Gespräch zu kommen, sagte Wadephul.
Wadephul in Brüssel. Fotos: Nicolas Tucat / AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel beginnt neue Angriffswelle in Iran – Explosionen gemeldet
Die israelische Luftwaffe hat auf X mitgeteilt, eine neue Welle »umfangreicher« Angriffe auf Ziele der iranischen Infrastruktur begonnen zu haben. Dabei handele es sich um gleichzeitige Schläge in Teheran, Shiraz, Täbris.
Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Millionenmetropole.
Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Millionenmetropole.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump will Chinabesuch verschieben – wegen Unstimmigkeiten im Irankrieg
Für Ende März haben die USA und China ein Gipfeltreffen in Peking geplant, eigentlich. Nun hat US-Präsident Donald Trump im Interview mit der »Financial Times« verkündet, seinen Besuch bei Präsident Xi Jinping verschieben zu wollen. Hintergrund ist, dass sich Trump chinesische Hilfe im Irankrieg erbittet, aber bisher auf taube Ohren stößt.
Konkret will Trump, dass China beim Schutz der Straße von Hormus hilft. Peking lehnt das bisher ab. Es sei schlicht angemessen, dass jene, die vom Handel in der Straße profitierten, »auch sicherstellen, dass da nichts Schlechtes passiert«, sagte Trump mit Blick auf China, aber auch die Europäische Union.
Konkret will Trump, dass China beim Schutz der Straße von Hormus hilft. Peking lehnt das bisher ab. Es sei schlicht angemessen, dass jene, die vom Handel in der Straße profitierten, »auch sicherstellen, dass da nichts Schlechtes passiert«, sagte Trump mit Blick auf China, aber auch die Europäische Union.
Protest in Seoul gegen eine südkoreanische Beteiligung beim Geleit von Schiffen durch die Straße von Hormus. Foto: Lee Jin-man / AP
Wie Peking wirft er auch den Nato-Partnern vor, ihn nicht ausreichend im Kampf gegen Iran zu unterstützen. Gut möglich ist jedoch auch, dass Trump pompöse Gipfelbilder aus Peking vermeiden will, während US-Soldaten im Krieg sind.
Schon vor dem jüngsten Gipfel zwischen Trump und Xi in Busan im Oktober vergangenen Jahres hatte der US-Präsident kurz zuvor mit einer Absage gedroht – war dann aber schlussendlich anwesend. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums ließ die Drohungen Trumps mit Blick auf den Umgang mit der Straße von Hormus unkommentiert. Zwischen beiden Ländern gebe es weiter Gespräche über den anstehenden Besuch Trumps in Peking.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Abgeordnete von Union, SPD und AfD lehnen militärische Beteiligung Deutschlands in Straße von Hormus ab
Bundestagsabgeordnete mehrerer Parteien lehnen Forderungen der US-Regierung ab, europäische Kriegsschiffe sollten Öltanker in der Straße von Hormus vor iranischen Angriffen schützen. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), bezweifelte im Deutschlandfunk, dass sich die Passage allein mit Marineeinheiten sichern lasse.
»Mit Schiffen ist es nicht getan. Das hat Donald Trump nicht bedacht, als er diesen Krieg mit Israel gemeinsam gegen Iran begonnen hat«, sagte er mit Blick auf den US-Präsidenten. Die Küste sei dicht besiedelt, von dort könne Iran mit Mörsern oder einfachen Drohnen leicht angreifen, sagte Hardt.
»Mit Schiffen ist es nicht getan. Das hat Donald Trump nicht bedacht, als er diesen Krieg mit Israel gemeinsam gegen Iran begonnen hat«, sagte er mit Blick auf den US-Präsidenten. Die Küste sei dicht besiedelt, von dort könne Iran mit Mörsern oder einfachen Drohnen leicht angreifen, sagte Hardt.
Jürgen Hardt (CDU) im Bundestag. Foto: IMAGO / dts
Der SPD-Außenexperte Adis Ahmetović sagte im ZDF-»Morgenmagazin«, die Bundeswehr habe zwar Fähigkeiten, die Kapazitäten seien aber nicht auf einen solchen Einsatz ausgerichtet. Zudem kritisierte er Ziele und Strategie der USA und Israels.
AfD-Chefin Alice Weidel sagte dem Portal »The Pioneer«, selbst die U.S. Navy könne derzeit keine sichere Passage gewährleisten. Ein Einsatz der deutschen Marine sei deshalb »illusorisch und hochgefährlich«.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel meldet Zerstörung von Khameneis Regierungsflieger
Israels Militär hat nach eigenen Angaben einen iranischen Regierungsflieger zerstört, der in der Vergangenheit vom getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei genutzt worden sein soll. In einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X hieß es, damit sei dem iranischen Regime »ein weiteres strategisches Gut entzogen« worden. Das Flugzeug sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.
Khamenei war am 28. Februar nach iranischen Angaben bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden. Offiziell reiste er seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland, besuchte aber gelegentlich Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert.
Der Sohn von Ali Khamenei, Mojtaba Khamenei, ist der Nachfolger seines Vaters. Lesen Sie hier mehr zum neuen geistlichen Oberhaupt Irans.
Der Sohn von Ali Khamenei, Mojtaba Khamenei, ist der Nachfolger seines Vaters. Lesen Sie hier mehr zum neuen geistlichen Oberhaupt Irans.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Behörden: Ein Toter nach Raketeneinschlag in Abu Dhabi
Die örtlichen Behörden teilten mit, dass in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Mensch bei einem Raketeneinschlag gestorben sei. Im Onlinedienst X schrieb das Medienbüro von Abu Dhabi, dass eine Rakete auf ein ziviles Fahrzeug im Gebiet Al Bahyah gefallen sei, und identifizierte das Opfer als Palästinenser.
In der Erklärung wurde nicht angegeben, woher die Rakete stammte, doch Iran hat im Rahmen seiner Vergeltungsmaßnahmen für den amerikanisch-israelischen Luftkrieg Dutzende Raketen und Drohnen auf das Land abgefeuert. Am frühen Morgen hatte die Polizei von Abu Dhabi mitgeteilt, dass Flugabwehrsysteme eine Raketenbedrohung bekämpften, und die Bewohner aufgefordert, sich an einen sicheren Ort zu begeben.
In der Erklärung wurde nicht angegeben, woher die Rakete stammte, doch Iran hat im Rahmen seiner Vergeltungsmaßnahmen für den amerikanisch-israelischen Luftkrieg Dutzende Raketen und Drohnen auf das Land abgefeuert. Am frühen Morgen hatte die Polizei von Abu Dhabi mitgeteilt, dass Flugabwehrsysteme eine Raketenbedrohung bekämpften, und die Bewohner aufgefordert, sich an einen sicheren Ort zu begeben.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran meldet Zerstörung von Schule bei Luftangriff
Bei einem Luftangriff im Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Chomein, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markasi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.
Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums. Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
EU berät über Sicherung der Straße von Hormus – Japan und Australien wollen sich nicht beteiligen
Die EU-Staaten beraten heute nach Angaben der Außenbeauftragten Kaja Kallas über Möglichkeiten, die Straße von Hormus offenzuhalten. »Es liegt in unserem Interesse, die Straße von Hormus offen zu halten, und deshalb diskutieren wir auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können«, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister.
Verbündete der USA reagieren derweil ablehnend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Meerenge zu beteiligen. Japan und Australien erklärten, sie planten keine Entsendung von Kriegsschiffen in die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstraße zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel.
Verbündete der USA reagieren derweil ablehnend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Meerenge zu beteiligen. Japan und Australien erklärten, sie planten keine Entsendung von Kriegsschiffen in die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstraße zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel.
Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi sagte, ihre Regierung habe dazu nichts aus Washington gehört. Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi sagt, er habe derzeit keine Pläne, Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden.
Australien will seine Marine ebenfalls vorerst nicht mobilisieren. »Wir werden kein Schiff in die Straße von Hormus entsenden«, sagte Verkehrsministerin Catherine King.
Australien will seine Marine ebenfalls vorerst nicht mobilisieren. »Wir werden kein Schiff in die Straße von Hormus entsenden«, sagte Verkehrsministerin Catherine King.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln
Die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden Irans soll ein Museum werden. In einer Regierungserklärung hieß es, das Gebäude sei ein »lebendiges Dokument« für die »Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen« und müsse »zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden«. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll zum Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.
Menschen in den Trümmern der getroffenen Mädchenschule in Iran. Foto: Mehr News Agency / AP / dpa
Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf kamen Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen im Alter von sieben bis zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben.
Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die »New York Times« und CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, sollen vorläufige Ergebnisse einer Untersuchung darauf hindeuten. Demnach hätten die USA einen Stützpunkt der Revolutionswächter im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehört habe. Veraltete Ortungsdaten sollen demnach zu dem folgenschweren Fehler geführt haben.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israels Armee bestätigt »begrenzte« Bodeneinsätze im Libanon
Israels Armee hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen im Süden des Libanon »begrenzte und gezielte« Bodeneinsätze begonnen. Ziel seien dort aktive Hisbollah-Mitglieder sowie Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee mit. Die Einsätze seien »Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen«, um die Einwohner im Norden Israels zu schützen.
Die »Times of Israel« hatte bereits am Wochenende berichtet, israelische Bodentruppen hätten bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Hisbollah-Kämpfer getötet. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Demnach seien zudem Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.
Im Libanon wächst die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive. Das Nachrichtenportal »Axios« berichtete, Israel wolle das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.
Eine israelische Artillerieeinheit feuert auf der israelischen Seite der israelisch-libanesischen Grenze. Foto: Shir Torem /Reuters
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Flughafen Dubai nimmt Betrieb schrittweise wieder auf
Der Flughafen Dubai hat den Flugverkehr zu ausgewählten Zielen schrittweise wieder aufgenommen. Das teilte die zivile Luftfahrtbehörde des Emirats mit. Passagiere sollten sich bei ihrer Fluggesellschaft über den Status ihres Fluges informieren.
Zuvor war der Betrieb nach einem Brand auf dem Flughafengelände stundenlang beeinträchtigt. Auslöser war nach Angaben der Behörden ein Drohneneinschlag in ein Treibstofflager. Verletzte habe es nicht gegeben, das Feuer sei unter Kontrolle. Die Fluglinie Emirates erklärte, seit 7 Uhr deutscher Zeit (10 Uhr Ortszeit) starteten und landeten wieder erste Maschinen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Lesetipp: Trumps Jünger halten zu ihm. Doch an den Rändern bröckelt es
Donald Trumps Feldzug gegen Iran ist in der US-Bevölkerung unbeliebt. Viele seiner MAGA-Ultras folgen ihm zwar blind. Doch andere Gefährten kritisieren den Kurs des Präsidenten. Was in den verschiedenen Strömungen unter Trumps Anhängern los ist, lesen Sie hier.
Donald Trump im April 2025. Foto: Carlos Barria / REUTERS
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Marc Röhlig
Hauptstadtbüro
Saudi-Arabien will seit Mitternacht 61 Drohnen abgefangen haben
Neben Dubai ist wohl auch Saudi-Arabien Ziel größerer iranischer Angriffe: Die saudi-arabischen Streitkräfte haben seit Montag um Mitternacht nach Angaben aus Riad Dutzende Drohnen abgefangen. Bislang seien insgesamt 61 Drohnen im Osten des Landes abgefangen worden, erklärte das saudi-arabische Verteidigungsministerium im Onlinedienst X. Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte derweil auf X mit, seine Luftabwehrsysteme fingen derzeit Raketen und Drohnen aus Iran ab. Zuvor war nach einem Drohnenvorfall der Flugbetrieb am internationalen Flughafen von Dubai eingestellt worden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Hamas spricht von neun getöteten Polizisten nach israelischem Angriff auf Gaza
Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind nach Hamas-Angaben neun Polizisten getötet worden. Der tödliche Angriff auf ein Polizeifahrzeug habe sich in Al-Suwaida im Zentrum des Palästinensergebiets ereignet, erklärte das von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Innenministerium. Unter den neun Todesopfern befinde sich der Polizeichef des Gebietes.
Die israelische Armee erklärte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP, die Angaben zu dem Angriff würden derzeit »geprüft«. Trotz einer seit Oktober geltenden Waffenruhe im Gazakrieg gibt es immer wieder Angriffe und Gewalt in dem Palästinensergebiet.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Inzwischen schickt die Nachrichtenagentur Reuters erste Fotos, die Rauch über dem Flughafen von Dubai zeigen – bei einem Drohneneinschlag war dort ein Treibstofflager in Flammen aufgegangen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Großbritannien sagt Libanon Nothilfe in Millionenhöhe zu
Die britische Regierung stellt dem Libanon mehr als fünf Millionen Pfund (umgerechnet rund 5,8 Millionen Euro) an Nothilfen zur Verfügung. Das teilte Außenministerin Yvette Cooper mit. Sie verurteilte zudem die Angriffe der Hisbollah auf Israel und forderte deren Einstellung. »Die Aktionen dieser verbotenen Terrororganisation – auf Betreiben des iranischen Regimes – ziehen die Menschen im Libanon erneut in einen Konflikt hinein, den sie nicht wollen und der nicht in ihrem Interesse liegt«, sagte Cooper.
Die finanziellen Mittel seien zur Unterstützung der humanitären Arbeit der libanesischen Regierung bestimmt und sollen unter anderem dem Libanesischen Roten Kreuz und Uno-Organisationen zugutekommen.
Die finanziellen Mittel seien zur Unterstützung der humanitären Arbeit der libanesischen Regierung bestimmt und sollen unter anderem dem Libanesischen Roten Kreuz und Uno-Organisationen zugutekommen.
Zerstörung im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut nach einem israelischen Angriff. Foto: AFP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Trump wirft US-Medien vor, »in enger Abstimmung« mit Iran Fake News zu verbreiten
Der US-Präsident erneuert seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Irankrieg: Donald Trump wirft ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten. Und zwar »in enger Abstimmung« mit Iran.
Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und »die linksradikale Presse weiß das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN«, schrieb Trump auf Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser »korrupten und hochgradig unpatriotischen ›Nachrichten‹-Organisationen« nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.
Am Wochenende hatte die US-Medienaufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) wegen Berichterstattung über den Irankrieg den Druck auf Rundfunksender erhöht und ihnen faktisch mit Lizenzentzug gedroht. Wer Falschnachrichten verbreite, müsse damit rechnen, seine Lizenz zu verlieren, erklärte FCC-Chef Brendan Carr, ein Vertrauter Trumps. Dafür wurde er heftig kritisiert, auch aus seiner eigenen Partei. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Flughafen Dubai stellt Betrieb vorübergehend ein
Nachdem bei einem Drohneneinschlag in Dubai ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen aufgegangen ist, haben Einsatzkräfte das Feuer inzwischen unter Kontrolle gebracht. Es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats bei X erklärten.
Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, erklärten die Behörden. Reisende sollten ihre Fluggesellschaften kontaktieren.
Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, erklärten die Behörden. Reisende sollten ihre Fluggesellschaften kontaktieren.
Dubai meldet Brand in Flughafennähe
In der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai ist nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Die Behörden seien mit der Bekämpfung des Brandes befasst, teilte das Medienbüro der Regierung mit. Ein Treibstofflager sei beschädigt worden und in Flammen aufgegangen.
Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmaß des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.
Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmaß des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.
Daten der Webseite »Flightradar« ließen darauf schließen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.
Der Flugbetrieb in Dubai – normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze – ist wegen des Irankriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion immer noch massiv eingeschränkt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel startet »groß angelegte« Angriffswelle auf Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mit einer »groß angelegten« Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran begonnen. Dabei werde die Infrastruktur »des iranischen Terrorregimes in Teheran« ins Visier genommen, teilte die Armee im Onlinedienst Telegram mit.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Konflikt um Straße von Hormus – Trump warnt Nato vor »sehr schlechter Zukunft«
US-Präsident Donald Trump hat der Zeitung »Financial Times« ein Interview gegeben, dabei ging es auch um die Situation rund um die Straße von Hormus. Sollten Nato-Verbündete die USA nicht unterstützen, wäre das Trump zufolge »sehr schlecht« für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses. »Wenn es keine Antwort gibt oder wenn es eine negative Antwort gibt, halte ich das für sehr schlecht für die Zukunft der Nato.«
Die US-Regierung habe die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland unterstützt, erklärte Trump. Er erwarte daher Hilfe von den europäischen Verbündeten Washingtons in der von Iran de facto gesperrten Straße von Hormus.
Auf die Frage, welche Art von Unterstützung er sich vorstelle, antwortete Trump, er wolle Minenräumer sowie »Leute, die einige der böswilligen Akteure ausschalten werden, die sich entlang der Küste befinden«.
Die US-Regierung habe die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland unterstützt, erklärte Trump. Er erwarte daher Hilfe von den europäischen Verbündeten Washingtons in der von Iran de facto gesperrten Straße von Hormus.
Auf die Frage, welche Art von Unterstützung er sich vorstelle, antwortete Trump, er wolle Minenräumer sowie »Leute, die einige der böswilligen Akteure ausschalten werden, die sich entlang der Küste befinden«.
Foto: The Visible Earth / NASA / dpa
Trump hatte am Samstag gefordert, andere Staaten sollten im Irankrieg die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus absichern. Trump erklärte, »viele Länder« würden sich beteiligen, und nannte China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. Dabei stieß er bei den Verbündeten aber auf zurückhaltende Reaktionen (mehr dazu hier). Deutschland nannte der US-Präsident namentlich nicht.
Trump erklärte in dem Zeitungsinterview zudem, auch die Verschiebung eines geplanten Gipfeltreffens mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking sei vor diesem Hintergrund denkbar. »Wir würden es gern vor (dem Treffen) wissen«, sagte der US-Präsident. Es sei »nur angemessen, dass diejenigen, die von der Straße profitieren, auch dazu beitragen, sicherzustellen, dass dort nichts Schlimmes passiert.«
Die Außenministerinnen und Außenminister der EU beraten heute in Brüssel über die Lage im Nahen Osten. Thema dabei ist auch eine mögliche Ausweitung der EU-Marinemission Aspides im Roten Meer zum Schutz der Seewege in der Straße von Hormus.
Die Außenministerinnen und Außenminister der EU beraten heute in Brüssel über die Lage im Nahen Osten. Thema dabei ist auch eine mögliche Ausweitung der EU-Marinemission Aspides im Roten Meer zum Schutz der Seewege in der Straße von Hormus.
- Mehr Hintergründe hier: Iran nimmt den Ölhandel in den Würgegriff
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Dubai meldet Brand in Flughafennähe
In der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai ist nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Die Behörden seien mit der Bekämpfung des Brandes befasst, teilte das Medienbüro der Regierung mit. Ein Treibstofflager sei beschädigt worden und in Flammen aufgegangen.
Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmaß des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.
Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmaß des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.
Daten der Webseite »Flightradar« ließen darauf schließen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.
Der Flugbetrieb in Dubai – normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze – ist wegen des Irankriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion immer noch massiv eingeschränkt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran meldet mehr als 500 Festnahmen im Krieg
Der iranische Sicherheitsapparat hat seit Kriegsbeginn mehr als 500 Menschen festgenommen. Bei etwa der Hälfte habe es sich um »wichtige Fälle« gehandelt, sagte der Kommandeur der iranischen Ordnungskräfte, Ahmad-Resa Radan, in einem Video der Nachrichtenagentur Fars. Dazu gehörten seinen Worten nach auch Personen, die Informationen an den Exilsender Iran International weitergaben. Festgenommen wurden zudem Menschen, die Aufnahmen von bei Angriffen getroffenen Orten anfertigten.
Iran hat im Krieg eine Militärzensur verhängt. Aufnahmen sensibler Anlagen und von Schäden können der Justiz zufolge gegen die staatliche Sicherheit verstoßen. Es drohen harte Strafen.
Iran hat im Krieg eine Militärzensur verhängt. Aufnahmen sensibler Anlagen und von Schäden können der Justiz zufolge gegen die staatliche Sicherheit verstoßen. Es drohen harte Strafen.
- So gnadenlos späht Irans Regime die eigene Bevölkerung aus: Die Führung in Teheran hat einen gigantischen Überwachungsapparat erschaffen. SPIEGEL-Recherchen gewähren Einblick in das Spähsystem der Mullahs.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Macron warnt vor »unkontrollierter Eskalation«
Inzwischen hat sich auch Frankreichs Präsident zu dem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen geäußert. »Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen Angriffe, die Iran gegen die Länder der Region führt – sei es direkt oder über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak –, unverzüglich einzustellen«, schrieb Emmanuel Macron nach einem Telefonat mit Masoud Pezeshkian bei X.
Er warnte Pezeshkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschließlich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.
Mit Blick auf den Krieg sprach Macron von einer »unkontrollierten Eskalation«, die die gesamte Region in Chaos stürze, mit schwerwiegenden Folgen für heute und die kommenden Jahre. Opfer sei die Zivilbevölkerung – in Iran und überall in der Region.
Er warnte Pezeshkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschließlich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.
Mit Blick auf den Krieg sprach Macron von einer »unkontrollierten Eskalation«, die die gesamte Region in Chaos stürze, mit schwerwiegenden Folgen für heute und die kommenden Jahre. Opfer sei die Zivilbevölkerung – in Iran und überall in der Region.
Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Pezeshkian telefonierte mit Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details gab es zunächst nicht.
Pezeshkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung »einiger europäischer Länder« und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. Ein weiteres Thema waren den Angaben nach »konsularische Angelegenheiten«. Seit mehreren Monaten bereits gibt es Berichte über einen möglichen Gefangenentausch zwischen Iran und Frankreich.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel greift erneut in südlichen Vororten von Beirut an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut attackiert. Die Angriffe zielten auf »Terrorinfrastruktur der Hisbollah in Beirut« ab, teilte die israelische Armee am Sonntagabend in Onlinediensten mit.
Am Wochenende lieferten sich Israel und Hisbollah im Südlibanon schwere Bodengefechte. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Am Wochenende lieferten sich Israel und Hisbollah im Südlibanon schwere Bodengefechte. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Irans Präsident spricht mit Macron über Straße von Hormus
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian über die Lage in der Straße von Hormus ausgetauscht. Pezeshkian telefonierte mit Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details gab es zunächst nicht.
Pezeshkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung »einiger europäischer Länder« und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. Ein weiteres Thema waren den Angaben nach »konsularische Angelegenheiten«. Seit mehreren Monaten bereits gibt es Berichte über einen möglichen Gefangenentausch zwischen Iran und Frankreich.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iranischer Botschafter in Saudi-Arabien: Beziehungen zu Golfstaaten müssen überprüft werden
Angesichts des Kriegs will Iran offenbar seine Beziehungen zu den arabischen Golfstaaten überdenken. Das geht zumindest aus Äußerungen des iranischen Botschafters in Saudi-Arabien, Aliresa Enajati, hervor.
»Das ist eine berechtigte Frage, und die Antwort mag einfach sein. Wir sind Nachbarn und können nicht ohneeinander auskommen; wir werden eine ernsthafte Überprüfung benötigen«, sagte Enajati der Nachrichtenagentur Reuters: »Was die Region in den vergangenen fünf Jahrzehnten erlebt hat, ist das Ergebnis eines ausgrenzenden Ansatzes und einer übermäßigen Abhängigkeit von externen Mächten«. Er plädiert für eine engere Zusammenarbeit in der Golfregion.
»Das ist eine berechtigte Frage, und die Antwort mag einfach sein. Wir sind Nachbarn und können nicht ohneeinander auskommen; wir werden eine ernsthafte Überprüfung benötigen«, sagte Enajati der Nachrichtenagentur Reuters: »Was die Region in den vergangenen fünf Jahrzehnten erlebt hat, ist das Ergebnis eines ausgrenzenden Ansatzes und einer übermäßigen Abhängigkeit von externen Mächten«. Er plädiert für eine engere Zusammenarbeit in der Golfregion.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
»Wall Street Journal«: Trump will Geleitschutz für Schiffe in der Straße von Hormus präsentieren
Öltanker liegen an der Straße von Hormus und warten darauf, ihre Ladung in die Welt zu bringen. Iran blockiert die Straße, aber US-Präsident Donald Trump wirbt für eine Koalition, die Schiffe sicher durch die Meerenge geleitet. Schon in den kommenden Tag will Trump verkünden, wer zu dieser Koalition gehört. So berichtet es zumindest das »Wall Street Journal« unter Berufung auf US-Beamte. Diskutiert werde aber noch, ob diese Operation erst im Falle eines Waffenstillstandes beginnen solle.
Das Weiße Haus äußert sich bislang nicht offiziell zu dem Bericht. Öffentlich hat auch noch kein Land verkündet, sich an der Operation beteiligen zu wollen.
Das Weiße Haus äußert sich bislang nicht offiziell zu dem Bericht. Öffentlich hat auch noch kein Land verkündet, sich an der Operation beteiligen zu wollen.
Tanker an der Straße von Hormus. Foto: Altaf Qadri / AP / dpa
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Iran will seit Kriegsbeginn 700 ballistische Raketen abgefeuert haben
Irans Luftstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge seit Kriegsbeginn 700 Raketen auf Ziele in Israel und US-Stützpunkte der Golfregion gefeuert. Daneben seien rund 3600 Kampfdrohnen für den Kamikazeeinsatz gestartet worden, berichten die iranischen Onlineportale »Tabnak« und »Avash« unter Berufung auf einen Militärsprecher der Revolutionswächter.
General Ali Mohammed Naini, Sprecher der Revolutionswächter, hatte dem iranischen Staatsfernsehen am Sonntag ein Interview gegeben. Auch die Nachrichtenagentur Fars, die der Elitestreitmacht nahesteht, zitierte daraus. Naini sagte demnach, dass viele der abgefeuerten Raketen aus alten Beständen stammten. Viele der ballistischen Raketen aus neuer Produktion seien noch nicht zum Einsatz gekommen, meinte der Sprecher.
Beschädigtes Haus in Tel Aviv nach einem iranischen Angriff. Foto: Abir Sultan / EPA
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Israel hat noch »Tausende Ziele« in Iran, der Sturz der Regierung zählt aber nicht dazu
Zählt der Sturz der iranischen Regierung zu den Kriegszielen? US-Präsident Donald Trump sprach das so aus, Israel vertritt aber eine andere Position. Das israelische Militär habe nicht das Ziel, die Regierung in Iran zu »stürzen«, sagte Brigadegeneral Effie Defrin, Sprecher des israelischen Militärs, laut »New York Times« bei einem Pressebriefing. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte zuvor erklärt, der Sturz der iranischen Regierung hänge vom iranischen Volk ab.
Israel hat dafür nach Angaben des Militärs noch »Tausende« weitere Ziele in Iran. »Wir haben einen präzisen Plan«, sagte Militärsprecher Defrin in einer Fernsehansprache. »Wir haben immer noch Tausende Ziele in Iran und identifizieren jeden Tag neue Ziele.« Die iranische Führung sei »geschwächt und wir werden sie noch weiter schwächen«, sagte Defrin.
Israel hat dafür nach Angaben des Militärs noch »Tausende« weitere Ziele in Iran. »Wir haben einen präzisen Plan«, sagte Militärsprecher Defrin in einer Fernsehansprache. »Wir haben immer noch Tausende Ziele in Iran und identifizieren jeden Tag neue Ziele.« Die iranische Führung sei »geschwächt und wir werden sie noch weiter schwächen«, sagte Defrin.
Zerstörung in Teheran. Foto: Vahid Salemi / AP
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Liebe Leserinnen und Leser, die USA und Israel setzen ihre Angriffe gegen Iran und seine Nachbarn fort, das Regime in Teheran antwortet mit Gegenangriffen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen jenseits der Region auf dem Laufenden. Was am Sonntag geschah, können Sie hier nachlesen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Mit Material der Agenturen




