Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Donald Trump gibt Iran 48 Stunden, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen, sonst werden die USA Kraftwerke zerstören
- Die USA erlauben vorübergehende Lieferung und Verkauf von iranischem Öl.
- Die Amerikaner entsenden mehr Kriegsschiffe und Tausende weitere Soldaten in den Nahen Osten.
- Iran hat nach Angaben der BBC zwei ballistische Raketen auf den Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean abgefeuert.
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, am Wochenende mit US-Präsident Donald Trump zu reden.
- Die israelische Armee greift Ziele im Libanon und in Iran an. Iranische Staatsmedien sprechen von einer neuen Angriffswelle auf Israel. Mehrere Golfstaaten melden erneut Angriffe auf ihre Territorien.
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- Drei Experten, drei große Fragen – so könnte es in Iran weitergehen
- Krieg im Libanon: Blauhelme im Kreuzfeuer
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Iranische Staatsmedien: Armeestützpunkt nahe Bagdad mit Drohnen angegriffen
Ein Armeestützpunkt nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad ist der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge mit Drohnen angegriffen worden. Der Stützpunkt nahe dem internationalen Flughafen von Bagdad sei »erneut zum Ziel von Drohnenangriffen geworden«, berichtete Irna. Der Militärkomplex war in der Vergangenheit von der US-Armee genutzt worden.
Seit Beginn des Kriegs ist Bagdad immer wieder Ziel von Drohnenangriffen, die Angriffe richteten sich unter anderem gegen den Flughafen und weitere vom US-Militär genutzte Einrichtungen. Auch die Kurdenregion im Nordirak wurde seitdem immer wieder attackiert. Diese Angriffe wurden proiranischen Gruppen zugeschrieben.
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Japan erwägt Minenräumung nach Waffenstillstand
Nach den Worten des japanischen Außenministers Toshimitsu Motegi könnte sich das Land eine Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus vorstellen. Voraussetzung sei jedoch ein Waffenstillstand in dem Krieg zwischen den USA, Israel und Iran, sagte Motegi. Japan importiert rund 90 Prozent seines Öls über die Meerenge, die Iran im Zuge des Krieges weitgehend geschlossen hat. US-Präsident Donald Trump hatte die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zuvor gedrängt, sich stärker für die Öffnung der wichtigen Schifffahrtsroute zu engagieren.
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Israelische Flugabwehr fängt iranische Raketen nicht ab
Die israelische Flugabwehr hat bei iranischen Raketenangriffen auf Südisrael die Geschosse nicht abgefangen. Die Abwehrsysteme hätten zwar ausgelöst, die Raketen jedoch nicht gestoppt, erklärte der israelische Militärsprecher Effie Defrin auf der Plattform X. »Wir werden den Vorfall untersuchen und daraus lernen«, kündigte der Brigadegeneral an. Bei mehreren Einschlägen in den Städten Dimona und Arad wurden am späten Samstagabend (Ortszeit) Dutzende Menschen verletzt, darunter Kinder. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach nach dem Beschuss von Arad von einem »sehr schwierigen Abend im Kampf um unsere Zukunft«. »Wir sind entschlossen, unsere Feinde weiterhin an allen Fronten anzugreifen«, hieß es in einer Mitteilung seines Büros. Die iranischen Revolutionswächter teilten am frühen Sonntag mit, sie hätten »militärische Anlagen« und Sicherheitszentren im Süden Israels ins Visier genommen.
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Iran kontert Trump mit Drohung gegen US-Energieanlagen
Das vereinigte Kampfkommando der iranischen Streitkräfte droht für den Fall eines Angriffs auf die eigene Treibstoff- und Energieinfrastruktur mit Vergeltung. Dann würden sämtliche Energieanlagen der USA in der Region ins Visier genommen, berichten iranische Medien.
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Trump gibt sich trotzig: Haben Iran von der Landkarte gefegt
US-Präsident Donald Trump hält sich im Irankrieg für einen erfolgreichen Feldherrn. In Reaktion auf eine Analyse des »New York Times«-Autoren David Sanger, wonach Trump viele seiner Kriegsziele bislang nicht erreicht habe, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social trotzig zurück: »Doch, das habe ich, und Wochen früher als geplant!« Die USA hätten Iran »von der Landkarte gefegt.« Das Land habe keine Führung mehr, die Marine und Luftwaffe seien vernichtet. Auch habe es »absolut keine Verteidigung mehr«.
Iran wolle einen Deal abschließen, bekräftigte Trump. »Ich will das nicht! Wir sind Wochen vor dem Zeitplan«, schrieb der US-Präsident weiter. Er hatte zuvor mitgeteilt, er erwäge, die Angriffe in Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, ihre Ziele in dem seit drei Wochen andauernden Krieg zu erreichen.
Iran zeigt sich jedoch weiter kämpferisch. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionswächter, man habe die »verwundbaren Punkte des Feindes« analysiert und bereite eine neue Angriffswelle »mit neuen Strategien und moderneren Systemen« vor.
Iran wolle einen Deal abschließen, bekräftigte Trump. »Ich will das nicht! Wir sind Wochen vor dem Zeitplan«, schrieb der US-Präsident weiter. Er hatte zuvor mitgeteilt, er erwäge, die Angriffe in Iran zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, ihre Ziele in dem seit drei Wochen andauernden Krieg zu erreichen.
Iran zeigt sich jedoch weiter kämpferisch. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionswächter, man habe die »verwundbaren Punkte des Feindes« analysiert und bereite eine neue Angriffswelle »mit neuen Strategien und moderneren Systemen« vor.
US-Präsident Trump bei einer Zeremonie im Weißen Haus. Brendan Smialowski / AFP
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Trump setzt Iran 48-Stunden-Ultimatum
US-Präsident Donald Trump hat Iran ein Ultimatum von 48 Stunden für die Öffnung der Straße von Hormus gesetzt und andernfalls mit einer Zerstörung der Energieanlagen des Landes gedroht. »Wenn der Iran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden ab genau diesem Zeitpunkt vollständig und ohne Bedrohung öffnet, werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören«, erklärte Trump am Samstagabend (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.
Die US-Streitkräfte würden zuerst das größte Kraftwerk des Landes angreifen, erklärte Trump.
Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports erfolgt, faktisch gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von den iranischen Revolutionswächtern kontrolliert. Die Blockade sowie auch iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Trump hatte die Nato-Partner erfolglos zur militärischen Unterstützung bei der Sicherung der Schifffahrt durch die Meerenge aufgerufen. Trump beschimpfte die Verbündeten am Freitag deswegen als »Feiglinge«. Deutschland und mehrere andere EU- und Nato-Länder bekundeten jedoch in einer gemeinsamen Erklärung ihre Bereitschaft, »einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sichere Passage der Meerengen zu gewährleisten«.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Viele Verletzte nach Raketeneinschlag in südisraelischer Stadt Arad
Ein iranischer Raketenangriff hat in der israelischen Wüstenstadt Arad schwere Zerstörungen angerichtet. Nach Angaben des staatlichen Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mehr als 60 Menschen verletzt, als eine Rakete zwischen mehreren Gebäuden einschlug. Videoaufnahmen, die von dort stammen sollen, zeigten mehrere massiv beschädigte, mehrstöckige Wohnhäuser.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte infolge des Angriffs, er werde »die derzeit vor Ort im Einsatz befindlichen Rettungs- und Einsatzkräfte verstärken«.
Zudem hat die israelische Luftwaffe eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, weshalb eine in Arad eingeschlagene ballistische Rakete nicht von der Flugabwehr abgefangen werden konnte.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte infolge des Angriffs, er werde »die derzeit vor Ort im Einsatz befindlichen Rettungs- und Einsatzkräfte verstärken«.
Zudem hat die israelische Luftwaffe eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, weshalb eine in Arad eingeschlagene ballistische Rakete nicht von der Flugabwehr abgefangen werden konnte.
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Saudi-Arabien verweist iranische Diplomaten des Landes
Der iranische Militärattaché und vier weitere Angehörige der Vertretung Teherans sollen innerhalb von 24 Stunden das Land verlassen, teilt das saudische Außenministerium mit. In der Erklärung verwies der Golfstaat auf die anhaltenden iranischen Angriffe auf das Land.
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G7-Staaten fordern Ende iranischer Angriffe
»Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung aller Angriffe des iranischen Regimes«: In einem gemeinsamen Statement verurteilen die Außenminister der G7-Staaten die Angriffe des Regimes in Teheran und bekunden »Unterstützung für unsere Partner in der Region angesichts der ungerechtfertigten Angriffe der Islamischen Republik Iran und ihrer Stellvertreter«. Man unterstütze das Recht der Länder, die Iran angreife, ihr Territorium zu verteidigen und ihre Bürger zu schützen.
Zur G7-Gruppe führender Industriestaaten zählen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und die USA.
Zur G7-Gruppe führender Industriestaaten zählen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und die USA.
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Leseempfehlung: Wie Satellitenbilder unseren Blick auf den Krieg verändern
Fotos aus dem All enthüllen, was Regierungen verschweigen. Doch wer entscheidet, welche Bilder die Welt zu sehen bekommt – und welche nicht? Wie heikel die Frage ist, zeigen Beispiele, über die mein Kollege Christoph Seidler schreibt. Seinen Text lesen Sie hier.
Satellitenaufnahme der Insel Charg. Foto: European Space Agency Handout / AFP
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IAEA: Keine Hinweise auf Schäden am Kernforschungszentrum Negev
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) meldet, nach dem Angriff auf Dimona im Süden Israels seien keine ungewöhnlichen Strahlungswerte festgestellt worden. Es gebe keine Hinweise auf Schäden am Kernforschungszentrum Negev, das außerhalb der Stadt liegt, heißt es in dem X-Post.
IAEA-Chef Rafael Grossi rief zu maximaler militärischer Zurückhaltung in der Nähe von Atomanlagen auf. Am Samstag Vormittag hatte Iran einen Angriff auf die iranische Atomanlage Natans gemeldet.
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Weitere Staaten wollen wie Deutschland einen »Beitrag« im Persischen Golf leisten
15 weitere Staaten haben sich einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Italien, den Niederlanden und Japan angeschlossen.
Sie verurteilen die »Angriffe Irans auf Handelsschiffe im Golf, zivile Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die faktische Sperrung der Straße von Hormus«. Nun haben auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien, Südkorea sowie weitere EU-Staaten die Stellungnahme in ihrem Namen veröffentlicht.
Sie verurteilen die »Angriffe Irans auf Handelsschiffe im Golf, zivile Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die faktische Sperrung der Straße von Hormus«. Nun haben auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien, Südkorea sowie weitere EU-Staaten die Stellungnahme in ihrem Namen veröffentlicht.
Weiter heißt es darin: »Wir bekunden unsere Bereitschaft, einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sichere Passage der Meerenge zu gewährleisten.« Was das genau bedeutet, wird in der Erklärung nicht ausgeführt.
Die Straße von Hormus auf einem undatierten Satellitenbild der Nasa. Foto: The Visible Earth / NASA / dpa
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IDF: Iran hat Rakete mit Tausenden Kilometer Reichweite eingesetzt
Die israelischen Armee schreibt in einem X-Post, das Regime in Teheran hätte erstmals eine Rakete mit bis zu 4000 Kilometer Reichweite eingesetzt. Ob sie sich damit auf den mutmaßlichen Raketenangriff auf die britische Militärbasis Diego Garcia im Indischen Ozean bezieht, ist unklar.
Es ist jedoch ein weiterer Hinweis, dass es Iran gelungen sein könnte, den Radius des Raketenarsenals über die bisherigen 2000 Kilometer hinaus zu verdoppeln. Bestätigen sich die Berichte, sind Irans Raketen schlagkräftiger als bislang bekannt, schreibt mein Kollege Oliver Imhof. Auch Deutschland läge plötzlich in Reichweite.
Es ist jedoch ein weiterer Hinweis, dass es Iran gelungen sein könnte, den Radius des Raketenarsenals über die bisherigen 2000 Kilometer hinaus zu verdoppeln. Bestätigen sich die Berichte, sind Irans Raketen schlagkräftiger als bislang bekannt, schreibt mein Kollege Oliver Imhof. Auch Deutschland läge plötzlich in Reichweite.
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Liebe Leserinnen und Leser, vor drei Wochen hat der Irankrieg begonnen. Die USA und Israel setzen ihre Angriffe fort, das Regime in Teheran antwortet mit Attacken in der gesamten Region. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen jenseits der Region auf dem Laufenden. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen.
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Analyse: Würde Irans Regime einem Waffenstillstand zustimmen?
Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran dauert inzwischen drei Wochen und noch immer ist unklar, was genau US-Präsident Donald Trump will. Gerade noch hatte er angekündigt, weitere Truppen in den Nahen Osten zu verlegen, möglicherweise in Vorbereitung auf eine Bodenoffensive. Nun sagte er, er erwäge, den Einsatz »zurückzufahren«, das US-Militär habe sämtliche Ziele weitestgehend erreicht.
US-Präsident Trump (r.) und Außenminister Marco Rubio. Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
Selbst wenn sich die USA zurückziehen sollten, wäre nicht gewiss, dass die Kampfhandlungen damit sofort enden würden. Irans Regime ist militärisch geschwächt, könnte jedoch politisch gestärkt aus dem Krieg hervorgehen. Die Machthaber in Teheran könnten dann versucht sein, weiter Terror in der Region zu verbreiten, etwa durch vereinzelte Attacken gegen Schiffe in der Straße von Hormus, um die USA zu Zugeständnissen zu zwingen.
Trump hatte mit dem Angriff die Gespräche seiner Regierung mit Vertretern Irans abrupt beendet. Er könnte sich schon bald in einer Situation wiederfinden, in der er mit einer radikalisierten, iranischen Führung erneut verhandeln muss.
Trump hatte mit dem Angriff die Gespräche seiner Regierung mit Vertretern Irans abrupt beendet. Er könnte sich schon bald in einer Situation wiederfinden, in der er mit einer radikalisierten, iranischen Führung erneut verhandeln muss.
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Mit Material der Agenturen


