Die Judo-Bundesliga hat Akaki Japaridze nach seinem Angriff auf den deutschen Judoka Timo Cavelius auf Lebenszeit gesperrt. Der 24 Jahre alte Georgier darf damit nie mehr für einen Verein in der Topklasse des Deutschen Judo-Bundes (DJB) gemeldet werden oder dort kämpfen.
Gegen Japaridze laufen zudem Verfahren vor dem georgischen Judo-Verband, dem Judo-Weltverband IJF sowie ein strafrechtliches Verfahren in Deutschland.
Anfang September war Japaridze als Gastkämpfer für den JC Leipzig angetreten und hatte seinen Kontrahenten Timo Cavelius, 29, vom TSV Abensberg nach dem Kampf krankenhausreif geschlagen.
Verpasst wegen des Angriffs die WM: Judoka Timo Cavelius
Foto: Marcel Haupt / IMAGOBei dem Angriff brach er Cavelius den Kiefer. Der deutsche Olympiastarter wird deshalb die Weltmeisterschaft in Baku verpassen. Die Leipziger Polizei nahm nach dem Vorfall Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung auf.
Japaridze gab Opfer Mitschuld am Angriff
Auf Instagram teilte Japaridze danach mit, er entziehe sich nicht der Verantwortung für das Geschehene. Zugleich schrieb er, der Vorfall sei »nicht das Ergebnis von Emotionen« gewesen, die durch die sportliche Niederlage ausgelöst worden seien. Er verwies auf ein ehrverletzendes Verhalten seines Gegners.
Der DJB kommentierte Japaridzes Darstellung mit den Worten: »Eine Relativierung oder gar Verteidigung dieser schwerwiegenden Körperverletzung ist für uns nicht tolerierbar und mit den Grundprinzipien unseres Sports unvereinbar.«
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Nach der Entscheidung wird außerdem Japaridzes Sieg im Hinkampf gegen Cavelius als Niederlage gewertet. Der Mannschaftskampf zwischen dem JC Leipzig und dem TSV Abensberg wird abschließend mit 7:7 bei einer Unterbewertung von 62:57 gewertet.
