SpOn 30.05.2026
16:46 Uhr

Kanye West alias Ye: Italien-Konzert abgesagt


Kanye West alias Ye sollte kommende Woche vor bis zu 100.000 Menschen auftreten. Doch die Stadt Reggio Emilia untersagt ihm nun das Konzert – nicht die erste Abfuhr für den US-Rapper.

Kanye West alias Ye: Italien-Konzert abgesagt

Der Auftritt des umstrittenen US-Rappers Kanye West alias Ye in der italienischen Stadt Reggio Emilia ist abgesagt worden. Der Präfekt der 172.000-Einwohner-Stadt, Salvatore Angieri, teilte mit, die Absage erfolge aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Das Konzert des 48 Jahre alten Rappers hätte am 18. Juli in der RCF Arena stattfinden sollen.

Auch ein Konzert von US-Rapper Travis Scott wurde einen Tag zuvor abgesagt. Die beiden Rapper hätten eigentlich bei dem Musikfestival »Pulse of Gaia« in Reggio Emilia auftreten sollen. Die Entscheidung zur Absage fiel bei einer Sitzung des Provinzausschusses für öffentliche Ordnung und Sicherheit.

Zur Begründung verwies Angieri auf den erwarteten immensen Besucherandrang innerhalb von 24 Stunden – in die Arena passen etwa 103.000 Menschen –, die enge zeitliche Verbindung der beiden Veranstaltungen sowie das Risiko von Protesten gegen den Auftritt von West. Auch frühere geplante und dann abgesagte Konzerte in anderen Ländern seien in die Bewertung eingeflossen.

Nicht die erste Abfuhr

Zuvor hatte bereits die britische Regierung dem Musiker die Einreise verweigert. In Polen wurde ein geplantes Konzert von den Veranstaltern abgesagt. Einen Auftritt in Frankreich sagte West wegen eines drohenden Verbots selbst ab. Auch ein Auftritt in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi wurde zuletzt abgesagt.

Kanye West zählt zu den einflussreichsten und zugleich am stärksten polarisierenden Künstlern der Musikindustrie. Immer wieder fiel der Ex-Mann von Kim Kardashian mit rassistischen und antisemitischen Aussagen auf.

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2025 hatte er ein Lied mit dem Titel »Heil Hitler« veröffentlicht. In Form einer ganzseitigen Anzeige im »Wall Street Journal« bat er später um Entschuldigung: »Ich bin weder ein Nazi noch ein Antisemit«, schrieb er. Seine früheren Äußerungen hätten mit einer bipolaren Störung zu tun.

Wieso der Rapper eine 50-Millionen-Dollar-Villa in eine Bauruine verwandelte und dann von einem Handwerker verklagt wurde, lesen Sie hier. 

cbn/dpa