SpOn 19.03.2026
10:48 Uhr

Kevin Spacey einigt sich außergerichtlich mit Klägern – Prozess ausgesetzt


US-Schauspieler Kevin Spacey entgeht offenbar einem Zivilprozess wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe in Großbritannien. Grund dafür ist eine außergerichtliche Einigung mit drei Männern.

Kevin Spacey einigt sich außergerichtlich mit Klägern – Prozess ausgesetzt

Der wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe für Oktober geplante Prozess gegen den früheren Hollywoodstar Kevin Spacey, 66, ist nach einer außergerichtlichen Einigung ausgesetzt worden. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur PA unter Verweis auf Gerichtsdokumente. Drei Männer hatten dem zweifachen Oscarpreisträger vorgeworfen, sie zwischen 2000 und 2015 sexuell missbraucht zu haben.

Spacey hat sämtliche Vorwürfe stets zurückgewiesen. Jetzt hätten sich die Parteien auf Vergleichsbedingungen geeinigt, berichtete PA. Die vereinbarten Bedingungen – vor allem mögliche finanzielle Abmachungen – wurden nicht genannt. Weitere Details, etwa zu den bisherigen Kosten des Verfahrens, wurden ebenfalls nicht bekannt.

Zwei der Kläger hatten den US-Schauspieler bereits im Zuge eines Strafverfahrens beschuldigt, in dem Spacey 2023 von neun Anklagepunkten freigesprochen worden war.

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Einer der Kläger hatte angegeben, Spacey habe ihn zwischen 2000 und 2005 rund ein Dutzend Mal »vorsätzlich angegriffen«. Ein weiterer Mann sagte, er habe den Schauspieler im Rahmen eines Workshops am Londoner Old Vic Theater kennengelernt und litt infolge eines Angriffs im Jahr 2008 unter psychischen Problemen und finanziellen Einbußen.

Spacey arbeitete bis 2015 mehr als ein Jahrzehnt als künstlerischer Leiter des renommierten Theaters. Er feierte Erfolge mit Filmen wie »Die üblichen Verdächtigen« und »American Beauty«, für die er mit einem Oscar als bester Neben- beziehungsweise bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Der Star, der auch in der Serie »House of Cards« die Hauptrolle spielte, zählt zu einer Reihe von Prominenten, darunter Bill Cosby und R. Kelly, die sich im Zuge der #MeToo-Bewegung gegen sexualisierte Gewalt vor Gericht verantworten mussten.

wit/dpa/AFP