SpOn 15.05.2026
01:18 Uhr

Kolumbien: US-Küstenwache stoppt drei Boote mit tonnenweise Kokain


Wiederholt hatten die USA zuletzt Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler angegriffen und dabei Menschen getötet. Nun meldet die US-Küstenwache den Fund von fast drei Tonnen Kokain. Die Besatzungen der Boote kamen offenbar glimpflich davon.

Kolumbien: US-Küstenwache stoppt drei Boote mit tonnenweise Kokain

Die US-Küstenwache hat nach eigenen Angaben Drogenschmuggler mit Rauschmitteln im Wert von über 61 Millionen Dollar aufgegriffen. Die drei Boote seien vor der Küste Kolumbiens abgefangen worden, teilte die Behörde mit. Allein die fast 2,8 Tonnen Kokain an Bord haben demnach einen Wert von über 45 Millionen Dollar (39 Millionen Euro).

Zwei Boote hätten den Befehlen der Küstenwache Folge geleistet, ein drittes sei durch Schüsse auf den Antrieb manövrierunfähig gemacht worden. Die mutmaßlichen Drogenschmuggler seien daraufhin ins Wasser gesprungen und von der Crew des Helikopters gerettet worden. Wie die Küstenwache weiter mitteilte, wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand verletzt. Ein veröffentlichtes Video mit mutmaßlichen Aufnahmen des Einsatzes zeigte zum Schluss drei brennende Boote.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump geht mit rigiden Mitteln gegen den Drogenhandel aus Süd- und Mittelamerika vor. Immer wieder gibt es Berichte über entsprechende Einsätze, häufig mit Todesopfern. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben in der Regel nicht.

Mehr zum Thema

Als rechtliche Grundlage für die Attacken führt die US-Regierung an, dass Drogenkartelle von ihr zu Terrororganisationen erklärt wurden. Kritiker zweifeln allerdings an, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, der Einsatz habe vor der Küste Boliviens stattgefunden. Es war jedoch die Küste Kolumbiens. Der Fehler ist korrigiert.

hda/dpa