Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach offiziellen Angaben mindestens 19 Menschen getötet und 32 weitere verletzt worden. Das teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Unter den Toten befanden sich demnach vier Frauen und drei Kinder. 32 weitere Personen seien verletzt worden. Die israelische Regierung wollte den Angriff zunächst nicht kommentieren, teilte aber mit, dass zwischen Montag- und Dienstagnachmittag mehr als 25 Ziele der Hisbollah im Südlibanon angegriffen worden seien.
Die jüngsten Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah begannen am 2. März, als die libanesische militant-islamistische Gruppe Hisbollah Raketen auf Israel abfeuerte – zwei Tage, nachdem die USA und Israel Iran angegriffen hatten. Die Hisbollah ihrerseits setzte ihre Angriffe auf israelische Ziele fort. Die von Iran unterstützte Miliz beanspruchte mehrere Angriffe auf israelische Soldaten im südlichen Libanon für sich. Sie habe dabei Raketen und Drohnen eingesetzt, teilte die Hisbollah am Montag mit. Sie habe erneut auch Ziele in Israel nahe der Grenze angegriffen.
Mehr als 3000 Tote seit Kriegsbeginn
Im Zuge des Irankriegs kam es auch zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon erneut zum offenen Krieg. Seither sind im Libanon nach Behördenangaben bereits mehr als 3000 Menschen getötet worden. Es ist unklar, wie viele davon Zivilisten und wie viele Hisbollah-Mitglieder sind.
Eine Mitte April geschlossene Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel wurde zwar bereits zweimal verlängert, die Hisbollah wie auch Israel setzten den gegenseitigen Beschuss aber fort.
Wie Israel den Südlibanon verwüstet, obwohl die Hisbollah schon vertrieben ist, lesen Sie im Hintergrundbericht unseres Daten- und Auslandsressorts. Die Kollegen zeigen dort, wie Israel alle Ortschaften zerstört, Haine niederbrennt und Äcker vergiftet, um jede Rückkehr der Bewohner unmöglich zu machen.
