SpOn 07.05.2026
16:21 Uhr

Marco Rubio im Vatikan: Wie der Besuch bei Papst Leo XIV. bisher verlief


Bei seiner Audienz beim Papst sitzt Marco Rubio der wütende US-Präsident im Nacken. Ob es ihm gelungen ist, die Wogen zu glätten, ist schwer zu sagen. Beide Seiten äußerten sich im Anschluss vage optimistisch.

Marco Rubio im Vatikan: Wie der Besuch bei Papst Leo XIV. bisher verlief

Überschattet von scharfen Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen den Papst, hat US-Außenminister Marco Rubio am Donnerstag Leo XIV. getroffen. Als bekennender Katholik versuchte Rubio, die Audienz im Vatikan dafür zu nutzen, sich im Verhältnis zum Papst aus den USA um Entspannung zu bemühen.

Im Vorfeld der Audienz hatte sich Leo wiederholt gegen den Krieg in Iran ausgesprochen und zu einer Waffenruhe und Dialog aufgerufen. Trump warf ihm daraufhin eine »schreckliche« Außenpolitik vor. Diese Woche unterstellte Trump dem Papst, dieser halte es für in Ordnung, wenn Iran eine Atomwaffe besitze. Damit gefährde er »viele Katholiken und viele Menschen«. Leo bekräftigte daraufhin seine Ablehnung von Atomwaffen. Es sei die Mission der Kirche, das Evangelium und den Frieden zu predigen, sagte er.

Rubio schwärmt von enger Beziehung und gemeinsamem Einsatz für Frieden

Details des Gesprächs wurden zunächst nicht bekannt. Aus dem US-Außenministerium hieß es nach dem Treffen, es habe »die enge Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Stuhl sowie ihren gemeinsamen Einsatz für die Förderung von Frieden und Menschenwürde« unterstrichen. Auch Rubio selbst äußerte sich auf der Plattform X entsprechend.

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Wenig später schilderte auch der Papst seinen Eindruck des Treffens. Man habe bei den Gesprächen »das gemeinsame Engagement« für gute bilaterale Beziehungen zwischen den USA und dem Heiligen Stuhl bekräftigt, hieß es in einer Erklärung des Vatikans.

Zuvor traf der US-Außenminister den vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin – auch bei diesem Treffen ging es um »die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten«, hieß es. Parolin hatte sich im Kontext von Trumps verbalen Attacken hinter den Papst gestellt: »Ihn so anzugreifen oder sein Handeln zu kritisieren, erscheint mir, gelinde gesagt, etwas seltsam«, sagte der Kardinal am Mittwoch.

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Am Freitag wird Rubio unter anderem von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni empfangen. Das Verhältnis der rechten Politikerin Meloni zu Trump galt lange als gut. Nach früheren Attacken Trumps gegen den Papst kriselt es aber auch zwischen ihr und dem US-Präsidenten.

jmm/dpa/AP