Bei der versuchten Überquerung des Ärmelkanals zwischen Frankreich und Großbritannien sind zwei Einwanderer ums Leben gekommen. Die Männer seien in der Nacht zum Montag vor der Küste von Berck im nordfranzösischen Departement Pas-de-Calais gestorben, teilte die zuständige Präfektur mit.
Zwei Frauen wurden den Angaben zufolge mit »Verbrennungen auf einem Großteil des Körpers« ins Krankenhaus gebracht. Die Staatsanwaltschaft in Boulogne-sur-Mer leitete eine Untersuchung zu dem Vorfall ein. Laut der Zeitung »La Voix du Nord« lassen die Verbrennungen der beiden Frauen darauf schließen, dass sich Treibstoff mit Meerwasser mischte.
Bereits in der vergangenen Woche waren drei Menschen bei der versuchten Überquerung des Ärmelkanals ums Leben gekommen. Mit dem jüngsten Vorfall erhöhte sich die Zahl der Verstorbenen seit Jahresbeginn auf 24, wie eine Auswertung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten ergab.
Seit Beginn des Jahres erreichten etwa 19.000 Einwanderer Großbritannien auf dem Seeweg. Das waren 40 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
