Ein Angehöriger von Spezialkräften der Bundespolizei ist am Montagabend bei einem Schießtraining auf dem Truppenübungsplatz Putlos der Bundeswehr bei Oldenburg in Holstein tödlich verletzt worden. Dies teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.
Noch am Abend seien Ermittlungen eingeleitet und mit der Sicherung und Auswertung von Spuren und Hinweisen begonnen worden. Erste Erkenntnisse deuten demnach auf einen Unfall hin.
Nach SPIEGEL-Informationen handelt es sich bei dem Opfer um einen Beamten der GSG 9, einen Familienvater in seinen frühen Vierzigern. Der Vorfall soll sich unbestätigten Informationen zufolge bei einem Lehrgang für Präzisionsschützen ereignet haben.
Die Bundespolizei und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bestätigten den Todesfall. »Ein schrecklicher Unfall ist heute Nacht bei einer Übung in Putlos geschehen«, sagte der für die Bundespolizei zuständige GdP-Vorsitzende Andreas Roßkopf auf SPIEGEL-Anfrage. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. »Zu den Hintergründen kann im Moment noch nichts gesagt werden. Unsere Gedanken sind fest bei der Familie.«
Der Truppenübungsplatz Putlos befindet sich an der Ostsee und liegt zwischen Kiel und Fehmarn. Das Gelände ist laut Bundeswehr 1250 Hektar groß und bietet die Möglichkeit, verschiedene Szenarien zu trainieren – darunter etwa das Schießen mit Handwaffen und Panzerabwehrwaffen sowie das Schießen aus Hubschraubern.
