Tankirrtum zu Ihren Gunsten: An einigen Shell-Autobahntankstellen in Deutschland kostet der Liter Diesel derzeit 1,849 Euro – und damit rund zehn Cent weniger als im Branchenschnitt. Dabei ist der Treibstoffpreis an Autobahntankstellen in der Regel deutlich höher als andernorts.
Hintergrund ist eine Fehleingabe. Wie der WDR berichtet, sind mehrere Autobahntankstellen des Konzerns betroffen, darunter die Shell-Stationen A57 Geismühle Ost, A52 Cloerbruch Nord, A7 Hildesheimer Börde West, A61 Peppenhoven Ost und A2 Garbsen Süd.
Aufgefallen ist der unfreiwillige Tankrabatt zuerst an einer Tankstelle auf der Autobahn 43 bei Haltern am See. Die Nachricht verbreitete sich dann über soziale Medien. Betreiber und Mitarbeiter der Tankstelle wollten sich laut WDR nicht offiziell äußern.
Konzern bestätigt »Fehleingabe«
Shell bestätigt den Vorgang auf SPIEGEL-Anfrage. »Bei der manuellen Eingabe der Preise für die Autobahntankstellen gestern um zwölf Uhr ist es zu einer Fehleingabe gekommen, die im Ergebnis zu einem Dieselpreis von 1,849 Euro pro Liter geführt hat«, teilte das Unternehmen mit.
Dass der Fehler nicht sofort korrigiert wurde, ist eine unmittelbare Folge der gesetzlichen Tankregeln. Denn seit 1. April dürfen Tankstellen in Deutschland die Benzin- und Dieselpreise nur noch einmal am Tag um zwölf Uhr erhöhen. Mit der Maßnahme will die Bundesregierung für mehr Transparenz sorgen und den Preisanstieg angesichts des Irankriegs begrenzen. Die Fehleingabe habe nicht korrigiert werden können, »da die Preise laut Gesetz zur Anpassung von Kraftstoffpreisen ja nur einmal am Tag um zwölf Uhr erhöht werden dürfen«, heißt es bei Shell.
Laut ADAC-Daten kostete der Liter Diesel am Sonntag deutschlandweit 1,984 Euro je Liter. Damit lag der Schnitt zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder unter der Zwei-Euro-Marke.
