SpOn 27.09.2026
17:23 Uhr

RAF Fairford: Vorfall an Militärbasis – Terrorverdacht gegen fünf Verdächtige


Im britischen Fairford sind US-Bomber für den Krieg gegen Iran stationiert. Nun wurden drei verdächtige Fahrzeuge auf dem Weg dorthin abgefangen. Die Verdächtigen sind in Gewahrsam.

RAF Fairford: Vorfall an Militärbasis – Terrorverdacht gegen fünf Verdächtige

Die britische Polizei hat in ​Südwestengland fünf Männer wegen des Verdachts auf Vergehen gegen Sprengstoff- und Terrorgesetze festgenommen. Zuvor war ein Hinweis eingegangen, dass drei Lieferwagen ‌auf dem Weg zum Flugplatz RAF Fairford seien, der von den USA genutzt wird, unter anderem für Angriffe auf Iran.

Bewaffnete Polizisten stoppten die Fahrzeuge in den frühen Morgenstunden. Die Verdächtigen wurden den Angaben zufolge wegen der Vorbereitung einer terroristischen Straftat festgenommen. Antiterroreinheiten ermitteln demnach in dem Fall.

»Wir befinden uns in einem frühen Stadium der Ermittlungen, und fünf Männer bleiben in ⁠Gewahrsam«, sagte die ⁠nationale Anti-Terror-Koordinatorin, Vicki Evans. Kampfmittelräumer untersuchten die Lieferwagen. Um den Stützpunkt wurde eine 400-Meter-Sperrzone eingerichtet, 85 Häuser in einem nahe gelegen Dorf wurden evakuiert.

Auch an anderen von den USA genutzten Stützpunkten wie RAF Lakenheath im Osten ‌Englands wurden die Sicherheitsvorkehrungen nach Angaben von Augenzeugen erhöht, es seien dort mehr gepanzerte Fahrzeugen und Soldaten zugegen.

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Ein Sprecher der US-Luftwaffe kommentierte das nur indirekt. »Wir bewerten ständig ​eine Vielzahl von ‌Faktoren«, sagte er nur. Diese »bestimmen, welche Maßnahmen wir einführen oder anpassen, um unsere Einrichtungen, unsere Mitarbeiter und deren Familien zu schützen«.

Wer hinter dem Vorfall steckt, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Die britische Regierung hatte den USA die Erlaubnis erteilt, in Fairford stationierte ‌Bomber für Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu nutzen, von denen aus Schiffe in der Straße von Hormus attackiert worden waren.

Die Verdächtigen wollten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump »großen Schaden« anrichten. »Wir hatten sie schon lange im Blick und haben sie geschnappt«, sagte er. Der US-Präsident lobte die Zusammenarbeit mit Großbritannien.

Im Juli hatte Großbritannien erklärt, die Streitkräfte seien bereit, das Land vor ‌jedem Angriff zu schützen, nachdem die iranischen Revolutionswächter gewarnt hatten, US-Bombern Startrechte in Fairford einzuräumen. ‌Jeder Stützpunkt, der für Angriffe genutzt werde, sei ein legitimes Ziel.

Im Juni ⁠2025 war die Protestgruppe Palestine Action ​in einen ​britischen Militärflugplatz in Zentralengland eingedrungen. Die Gruppe wurde inzwischen als terroristische Organisation eingestuft.

ssu/Reuters