Bei den Vorbereitungen für die Parade zum italienischen Nationalfeiertag am 2. Juni sind in Rom mehrere Pferde ausgebrochen und durch die Straßen der Hauptstadt galoppiert. Vier Menschen haben sich verletzt, als sie versucht haben, die Tiere aufzuhalten. Dies berichten mehrere italienische Medien.
Die Militärpferde sind im Bereich der Caracalla-Thermen in provisorischen Ställen für die bevorstehenden Feierlichkeiten anlässlich des italienischen Tages der Republik untergebracht worden. Nach bisherigen Erkenntnissen sind sie durch gezündete Feuerwerkskörper in Panik geraten und haben ihre Absperrungen durchbrochen. Anschließend sind sie unter anderem über die breite Ausfallstraße Cristoforo Colombo gelaufen.
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Explosion eines Böllers als mögliche Ursache
Bei dem Vorfall erlitt eine Soldatin Rippenbrüche. Zwei weitere Soldaten und eine Polizistin mussten ebenfalls medizinisch versorgt werden. Um weitere Unfälle zu verhindern, sperrte die Polizei zeitweise den Verkehr. Auch 15 Pferde wurden verletzt.
Die Polizei und die Carabinieri haben Ermittlungen zur Ursache des Vorfalls aufgenommen. Dabei werden Überwachungsvideos ausgewertet und Zeugen befragt.
Gegenstand der Untersuchungen sind unter anderem fahrlässige Körperverletzung sowie das Abbrennen nicht genehmigter Feuerwerkskörper. Laut Medienberichten wird geprüft, ob ein Angehöriger der Polizei einen Böller gezündet haben könnte. Dies ist bislang jedoch nicht offiziell bestätigt.
Der Kommandeur der lokalen Polizei, Mario De Sclavis, hat Konsequenzen angekündigt. Sollten sich Pflichtverstöße bestätigen, werde man ohne Ausnahmen gegen die Verantwortlichen vorgehen. Laut De Sclavis sind lediglich wenige Beamte an dem Vorfall beteiligt worden.
