SpOn 11.09.2026
22:45 Uhr

Saudi-Arabien: Schäden nach Angriffen – wichtige Ost-West-Pipeline abgeschaltet


Das Königreich hat den Betrieb der zentralen Ost-West-Pipeline vorsorglich eingestellt. Bei Drohnenangriffen sollen mehrere Menschen verletzt worden sein. Satellitenbilder zeigen das Ausmaß der Schäden.

Saudi-Arabien: Schäden nach Angriffen – wichtige Ost-West-Pipeline abgeschaltet

Saudi-Arabien hat nach einem Angriff auf seine wichtige Ost-West-Ölpipeline den Betrieb der Leitung zunächst eingestellt. »Die Pipeline wurde vorsorglich geschlossen«, hieß es in einem Statement des saudischen Energieministeriums auf der Nachrichtenplattform X.  Es seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, um die Pipeline zu sichern, hieß es weiter.

Bei der Attacke am Donnerstag in den Regionen Riad und Medina wurden demnach mehrere Menschen verletzt. Die Pipeline verbindet die Ölfelder am Persischen Golf mit dem Roten Meer und ermöglicht den Öltransport unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus.

Pipeline durch Drohnen angegriffen und beschädigt

Angaben zu möglichen Schäden gab es zunächst ebenso wenig wie zu dem Angreifer. Der US-Sender »CNN« berichtete unter Berufung auf Angaben von US-Regierungsbeamtenseite, dass die mehr als 1200 Kilometer lange Pipeline durch Drohnen angegriffen worden sei, die aus dem Irak gestartet sein sollen. Am späten Freitagabend bestätigte Saudi-Arabien diese Beobachtung, und teilte mit, dass es auf Bitte des irakischen Premierministers vorerst keine Vergeltungsmaßnahmen ergreifen werde. Es behalte sich aber das Recht vor, alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz seiner Souveränität, seiner Sicherheit und seiner kritischen Einrichtungen zu ergreifen.

Eine erste Analyse habe ergeben, dass bei den Angriffen am Donnerstag auch Pumpstationen unmittelbar an der Pipeline getroffen worden seien, sagte ein US-Regierungsvertreter »CNN« . Erste Erkenntnisse deuteten auf Schäden an mehreren Anlagen hin. Ein am Freitag aufgenommenes Satellitenbild zeigt demnach erhebliche Brandschäden an einer Pumpstation. Auf einem weiteren Bild vom Donnerstag ist an einer anderen Station ein Brand mit dichtem schwarzem Rauch zu sehen.

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Die Pipeline war Berichten zufolge bereits Ende Juli von Verbündeten Irans vom Irak aus attackiert worden. Sie hat seit Beginn des Irankriegs eine noch größere Bedeutung bekommen. Saudi-Arabien leitet durch die Pipeline Öl um, das eigentlich für darauf wartende Öltanker im Persischen Golf bestimmt gewesen wäre. Seit Beginn der Attacken der USA und Israels Ende Februar auf Iran sowie Gegenangriffen ist die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus faktisch blockiert.

Bericht: USA bestätigen Angriff auf Pipeline

Nach einer ersten Analyse seien Pumpstationen getroffen worden, die sich neben der Pipeline befinden, berichtete CNN weiter. Satellitenbilder sollen laut CNN zeigen, dass es zu Bränden gekommen sein könnte. Ob die Pipeline beschädigt wurde, sei unklar.

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Mit einer Fördermenge von rund zehn Millionen Barrel pro Tag ist Saudi-Arabien nach den USA der zweitgrößte Ölproduzent der Welt.

mgr/dpa