Der wegen Nötigung zur Prostitution verurteilte US-Rapper Sean Combs, 56, ist in ein kleineres Gefängnis verlegt worden. Hintergrund ist offenbar eine erneute Prügelei mit Mitgefangenen. Zudem gab es Berichte über einen verhältnismäßig luxuriösen Lebensstil hinter Gittern. NBC News zufolge habe er Zugang zu Handys und Alkohol gehabt und ließ andere Inhaftierte für ihn kochen und putzen. Er soll auch Massagen erhalten haben.
Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass Combs nach einer Schlägerei mit einem anderen Insassen am Wochenende wegen einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandelt werden musste. Im Juli war Combs Medienberichten zufolge bereits wegen eines ähnlichen Vorfalls in Einzelhaft verlegt worden.
Die Gefängnisbehörde bestätigte die Verlegung, sagte jedoch nichts über den Grund. Der 56-Jährige wurde aus der Haftanstalt Fort Dix in New Jersey ins Allenwood Low Gefängnis im benachbarten Bundesstaat Pennsylvania gebracht, wie eine Sprecherin der US-Strafvollzugsbehörde am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.
Bei beiden handelt es sich um Männergefängnisse einer niedrigen Sicherheitsstufe, doch sie unterscheiden sich deutlich in ihrer Größe. In Fort Dix sind rund 4000 Häftlinge untergebracht, in Allenwood Low nur etwa 1000.
Der frühere Rap-Superstar sitzt aktuell eine Gefängnisstrafe von vier Jahren und zwei Monaten ab. Der Prozess offenbarte das düstere Privatleben einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der Musikszene. Zeugenaussagen berichteten von Gewalt, Drogen und sexuellen Aufführungen, die Combs angeblich »Freak-Offs« oder »Hotel Nights« nannte.
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Im Juli vergangenen Jahres war Combs wegen des Transports von Menschen über Bundesstaatsgrenzen hinweg zum Zweck der Prostitution schuldig gesprochen worden. Von den schwersten Anklagepunkten wie Bildung einer kriminellen Vereinigung sprachen ihn die Geschworenen frei. Als Strafmaß wurden im Oktober 2025 50 Monate Haft sowie eine Strafzahlung von einer halben Million Dollar (rund 427.000 Euro) festgesetzt. Combs soll im März 2028 aus der Haft entlassen werden.
