In einer südkoreanischen Rüstungsfabrik sind bei einer Explosion mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zwei weitere Personen wurden schwer verletzt, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.
Die Explosion ereignete sich am Vormittag (Ortszeit) in einer Anlage des südkoreanischen Unternehmens Hanwha Aerospace in Daejeon, rund 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Seoul. Auf Fotos, die südkoreanische Medien veröffentlichten, ist zu sehen, wie dunkle Rauchschwaden aus dem betroffenen Gebäude in den Himmel steigen.
Südkoreas Ministerpräsident Kim Min Seok rief die Behörden dazu auf, sämtliche verfügbaren Einsatzkräfte und Geräte für die laufenden Rettungsarbeiten zu mobilisieren. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten noch steigen könnte.
Der Hanwha Aerospace Standort in Daejeon gilt als zentral für die koreanische Rüstungsindustrie. Laut Berichten werden dort unter anderem Raketentriebwerke entwickelt und Raketentreibstoff hergestellt.
Am selben Standort kam es in den vergangenen Jahren bereits zweimal zu Explosionen. Im Mai 2018 starben dabei zwei Menschen, im Februar 2019 drei Personen. Genau wie die zwei vergangenen Unfälle soll sich die jetzige Explosion im Zusammenhang mit Arbeitsprozessen rund um Raketenantriebe ereignet haben, wie das südkoreanische Onlinemedium News1 berichtete. Offiziell bestätigt ist das nicht. Die genaue Ursache der Explosion wird noch von den Behörden ermittelt.
