Das Vorbild soll der Anschlag vom 11. September 2001 gewesen sein: Der Co-Pilot des Flydubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv wollte das Flugzeug laut den zuständigen Ermittlern in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf den israelischen Großflughafen Ben Gurion stürzen lassen.
Ermittlungen hätten ergeben, dass der Co-Pilot zwei frühere Flüge nach Tel Aviv genutzt habe, um sich mit der Flugroute und dem Flughafen vertraut zu machen, hieß es. Der Mann sei im Januar 2026 zu Flydubai gewechselt und habe zuvor unter anderem für Oman Air gearbeitet.
Der Flug war am vergangenen Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Co-Piloten auf den Piloten kam. Nach emiratischen Erkenntnissen griff er ihn mit einer Rettungsaxt an. Trotz schwerer Verletzungen konnte der Pilot die Cockpit-Tür öffnen, woraufhin Passagiere eindrangen und den Angreifer überwältigten. Eine zweite Besatzung landete die während der Attacke stark abgesackte Maschine im saudi-arabischen Tabuk. Der Co-Pilot wurde in die Emirate gebracht und stammt israelischen Angaben zufolge aus Oman.
US-Medien hatten vor ein paar Tagen berichtet, dass der Co-Pilot wegen Sicherheitsbedenken aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft in Oman entlassen worden sei. Das »Wall Street Journal« schrieb unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe. Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu war er islamistisch indoktriniert.
Was US-Vertreter zur Rolle Irans sagen
US-Vizepräsident JD Vance sagte unlängst auf die Frage einer Reporterin nach einer möglichen Beteiligung Irans, dass dies untersucht werde. Bislang habe er dazu aber nichts Eindeutiges gesehen.
US-Präsident Donald Trump bejahte die Frage, ob er denke, dass Iran für den Vorfall verantwortlich sei, am Montag dagegen. Er persönlich glaube das, sagte er vor Reportern.
Bereits vor Tagen hatte Trump auf die Frage zu einer Beteiligung Irans gesagt: »Auf Grundlage dessen, was ich höre, würde ich sagen: Ja.« Zugleich schränkte er damals aber ein, die Sache werde derzeit noch untersucht.
