SpOn 11.09.2026
08:03 Uhr

US Open: Sabalenka und Rybakina bestreiten Finale der Nummer eins und zwei


Viele Fans haben sich eine US-Amerikanerin im Endspiel von New York gewünscht. Coco Gauff hat diesen Traum knapp verpasst. Nun kommt es zum Endspiel zwischen den beiden Führenden der Weltrangliste.

US Open: Sabalenka und Rybakina bestreiten Finale der Nummer eins und zwei

Michelle Obama schlug die Hände über dem Kopf zusammen, mehr als 20.000 Zuschauer schrien entsetzt auf. Als Fanliebling Coco Gauff einen Überkopfball ins Aus schmetterte, war der Traum der Zuschauer von einer US-Amerikanerin im Finale der US Open geplatzt und das Duell der derzeit besten Tennisspielerinnen perfekt.

Die Nummer eins und zwei der Welt, Aryna Sabalenka und Jelena Rybakina, spielen im Endspiel des Grand-Slam-Turniers von New York um den Titel. Vor den Augen der früheren First Lady Obama in der ersten Reihe auf der Ehrentribüne setzte sich Sabalenka im ersten Halbfinale gegen die Amerikanerin Jessica Pegula souverän 7:5, 6:2 durch. Sie steht nun zum vierten Mal in Serie im Endspiel der US Open.

Michelle Obama

Michelle Obama

Foto: Yuki Iwamura / AP

Anschließend folgte ihr die Kasachin Rybakina mit dem 3:6, 6:4, 6:4 in einem mitreißenden Spiel gegen Coco Gauff. »Es war so ein harter dritter Satz, es war ein wirklicher Kampf«, sagte Rybakina. Sie erwartet jetzt ein hartes Finalduell mit Sabalenka: »Sie ist eine unglaubliche Spielerin. Sie hat heute unglaublich gespielt, ich muss wirklich mein Spiel verbessern gegen sie.«

Sabalenka darf nach 2025 und 2024 auf den dritten Titel nacheinander beim Grand-Slam-Turnier in New York hoffen. Dies gelang bei den US Open zuletzt Tennis-Legende Serena Williams von 2012 bis 2014.

Unabhängig vom Ausgang wird die bisherige Weltranglistenzweite nach dem Turnier Sabalenka als neue Nummer eins der Welt ablösen. Da die Belarussin im vorigen Jahr den Titel in New York gewann, wird sie ihre Punkte selbst mit einem erneuten Triumph nicht steigern können. Rybakina scheiterte hingegen im Vorjahr im Achtelfinale und gewinnt neue Punkte hinzu. In der Weltrangliste werden die Ergebnisse eines kompletten Jahres berücksichtigt.

Frauen-Profitour finanziell angeschlagen?

Zum Ende des Grand Slams sorgt ein Bericht über die finanzielle Situation der Profiorganisation der Frauen für Aufregung. Wie der britische »Telegraph» berichtete, soll die WTA zum Ende des Jahres nur noch über 15 Millionen US-Dollar (12,9 Millionen Euro) an Reserven verfügen.

Der Verlust für das Jahr 2026 sei mit 23 Millionen Dollar prognostiziert, demnach würde die WTA kommendes Jahr seine Reserven aufgebraucht haben, sollte sich der Trend fortsetzen. Ein Großteil des Defizits sei mit der vorzeitigen Auflösung des Vertrags mit Saudi-Arabien über die Ausrichtung der WTA Finals begründet, hieß es weiter. Die WTA ist für eine Stellungnahme angefragt.

jan/dpa