SpOn 10.05.2026
08:51 Uhr

USA unter Donald Trump: Kamala Harris bezeichnet Iran-Krieg als "Bullshit"


Sie war zu einem Kamingespräch in Las Vegas eingeladen – dann brach es aus ihr heraus: Kamala Harris hat den Krieg von Donald Trump und Benjamin Netanyahu gegen Iran kritisiert. Das Publikum half nach.

USA unter Donald Trump: Kamala Harris bezeichnet Iran-Krieg als

Die Demokraten in Nevada machen nicht allzu oft Schlagzeilen außerhalb der USA. Nun ist es ihnen gelungen – mit einem Kamingespräch in Las Vegas. Der Gast: Kamala Harris, die unter Joe Biden als Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten diente und bei der Wahl gegen Donald Trump krachend gescheitert ist.

Sie wurde bei dem Event auch zum Irankrieg befragt. Auf einem vom TV-Sender CNN veröffentlichten Video  sieht man, wie Harris erst zögert, dann ins Publikum schaut, wo offenbar eine Person »Bullshit« sagt, und es dann selbst ausspricht: »Es ist alles nur Bullshit«. Dann jubelt die Menge – offenkundig, weil sie das ausgesprochen hat, was alle im Raum denken.

Die Lage in der Golfregion bleibt derweil angespannt. Iran droht den USA im Falle von weiteren Angriffen auf iranische Handelsschiffe im Persischen Golf mit Vergeltung. Jeder Angriff auf iranische Schiffe werde eine massive Attacke auf eines der US-Zentren in der Region und feindliche Schiffe nach sich ziehen, warnten die iranischen Revolutionswächter am Samstagabend.

Ob Iran die von US-Präsident Donald Trump erwartete Antwort auf einen US-Friedensvorschlag mittlerweile übergeben hat, ist indes unbekannt. Weder die iranische Seite noch die US-Regierung äußerten sich bislang dazu.

Am Freitag hatte das US-Militär trotz Waffenruhe zwei unter iranischer Flagge fahrende unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Sie hatten laut US-Armee versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen und damit die Seeblockade der USA zu brechen.

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Die diplomatischen Bemühungen laufen derweil auf Hochtouren weiter: Am Samstag trafen sich US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, mit dem katarischen Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani. Das Ziel des Gesprächs: eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs, wie das Portal »Axios» unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen mitteilt. Das Weiße Haus halte Katar für besonders effektiv in Verhandlungen mit Iran, hieß es weiter. Pakistan vermittelt im Irankrieg offiziell, Katar agiert eher im Hintergrund.

Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Irankrieg. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor beträchtlich. Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut »Wall Street Journal« in der kommenden Woche erneut in Islamabad stattfinden. Zuletzt waren Pläne für weitere Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt mehrmals gescheitert.

dop/dpa