SpOn 08.10.2026
18:05 Uhr

Ukraine-Krieg: Drohnen greifen Raffinerie tief in Sibirien an


Ukrainische Drohnen sollen mehr als 2500 Kilometer nach Sibirien geflogen sein, um dort die größte Raffinerie Russlands ins Visier zu nehmen. Nun gibt es Berichte über Brände.

Ukraine-Krieg: Drohnen greifen Raffinerie tief in Sibirien an

Die ukrainischen Streitkräfte haben mit Drohnen die Stadt Omsk tief in Sibirien angegriffen, wo die größte Raffinerie Russlands steht. »Eine Drohne hat das nördliche Industriegebiet erreicht«, teilt der Gouverneur der Region Omsk, Witalij Chozenko, bei Telegram mit . Die übrigen Drohnen seien rechtzeitig abgeschossen worden. Zu eventuellen Schäden in der mehr als 2000 Kilometer von Moskau entfernten Region machte er keine Angaben.

Die Raffinerie von Omsk liegt im nördlichen Industriegebiet der Stadt. Zuvor hatte das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point über Angriffe auf Erdölraffinerien in Omsk und in Salawat in der Republik Baschkortostan informiert. Das Ziel in Omsk sei getroffen worden, anschließend sei ein Brand ausgebrochen, schreibt Fire Point bei Telegram .

Brände in Salawat

Auf dem Gelände der Raffinerie in Salawat habe es Brände gegeben. Die modernisierten Drohnen des Typs FP-1 legten demnach bis nach Sibirien eine Entfernung von mehr als 2500 Kilometern zurück.

Bestätigungen für die Angriffe lagen auch vom ukrainischen Generalstab vor. Die Raffinerie in Omsk wurde demnach bereits im Juli angegriffen. Die Anlagen in Salawat waren schon mehrfach Angriffsziel.

Seit Februar 2022 wehrt sich die Ukraine gegen die groß angelegte russische Invasion. In ihrem Abwehrkampf greift sie vor allem mit Drohnen auch Ziele jenseits der eigenen Grenzen an.

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Derweil kamen bei einem russischen Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 33 Menschen ums Leben. 18 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Angriff traf eine Straße in der frontnahen Stadt, auf der zu diesem Zeitpunkt zwei Linienbusse unterwegs waren. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer Bushaltestelle. Bilder der Polizei zeigten Trümmer und Leichen auf der Straße sowie das ausgebrannte Wrack eines ​Busses.

Eine Stellungnahme aus Moskau lag zunächst nicht vor. Russland bestreitet, gezielt Zivilisten zu beschießen.

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ptz/dpa