Nach Schüssen in der Nähe des Weißen Hauses in Washington ist ein mutmaßlicher Angreifer von Sicherheitskräften erschossen worden. Die Person habe sich am Samstagabend einem Kontrollpunkt an der 17. Straße und der Pennsylvania Avenue genähert und auf die Beamten geschossen, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur Reuters. Die Beamten hätten das Feuer erwidert.
Der für den US-Schutz des Präsidenten zuständige Secret Service berichtete auf X, die Person sei überwältigt und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo man sie für tot erklärt habe. Bei dem Angreifer soll es sich um eine psychisch gestörte Person handeln, gegen die bereits ein Betretungsverbot für das Gebiet bestand.
Preliminary statement regarding the shooting incident on 17th Street and Pennsylvania Avenue. pic.twitter.com/VK6WWAfH3e
— U.S. Secret Service (@SecretService) May 24, 2026
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Laut Secret Service wurde bei dem Schusswechsel auch eine unbeteiligte Person getroffen. Unter den Sicherheitsbeamten habe es keine Verletzten gegeben.
Unmittelbar nach dem Vorfall hatte sich rund um den Amtssitz von US-Präsident Donald Trump ein Großaufgebot der Polizei und anderer Sicherheitskräfte postiert.
Forensik-Experten am Tatort nahe eines Eingangs zum Weißen Haus
Foto: Brendan Smialowski / AFPDer kanadische Tourist Reid Adrian berichtete, er habe in der Nähe des Weißen Hauses »20 bis 25« Geräusche gehört, die wie Feuerwerk geklungen hätten – »aber es waren Schüsse, und dann sind alle losgerannt«.
Journalisten, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Nordrasen des Weißen Hauses aufhielten, berichteten auf X, sie seien angewiesen worden, loszulaufen und im Pressekonferenzsaal des Weißen Hauses Schutz zu suchen. Die ABC-News-Korrespondentin Selina Wang schrieb auf X: »Es klang wie Dutzende Schüsse.« Reporter von CNN berichteten , Agenten des Secret Service hätten im Pressesaal »Runter« gerufen und vor Schüssen gewarnt.
Secret-Service-Beamter am Weißen Haus (23. Mai)
Foto: Nathan Howard / REUTERSUS-Präsident Donald Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in seinem Amtssitz auf, um an einer Vereinbarung zur Beendigung des Irankriegs zu arbeiten. Wie er selbst mitgeteilt hatte, blieb er deswegen über das Feiertagswochenende in Washington, statt an der Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilzunehmen.
Ende April hatte sich in Washington ein Schusswaffenvorfall am Rande des traditionellen Korrespondenten-Dinners ereignet, an dem Trump und seine Frau Melania teilnahmen. Ein bewaffneter Mann versuchte, eine Sicherheitskontrolle zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen Schüsse. Der Mann muss sich nun wegen versuchten Mordes am US-Präsidenten verantworten.
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Trump war in den vergangenen zwei Jahren zwei Attentatsversuchen entgangen: Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten am Ohr. Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Der 59-Jährige wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.
