Ein Wildschwein hat in Nürnberg eine Frau verletzt und mehrere Gärten verwüstet. Am Dienstagabend warnte die Polizei Mittelfranken vorübergehend vor dem Tier. Es seien Einsatzkräfte vor Ort, teilte sie bei X mit . Das Tier sei in Gärten und auf Straßen unterwegs gewesen, sagte eine Polizeisprecherin.
»Wir haben Streifen hinzugezogen und den Jagdpächter informiert.« Allerdings klärte sich der Fall dann schnell: »Das Tier hat es vorgezogen, sich durch Flucht zu entziehen – und ist in den Wald zurückgegangen.« Auffällig geworden war es in Neukatzwang, einem Gemeindeteil im Süden von Nürnberg.
Weitere Informationen über die Verletzungen der Frau und auf welche Weise sie entstanden sind, teilte die Polizei nicht mit. Die Frau sei von einem Notarzt versorgt worden, hieß es. Die »Nürnberger Nachrichten« berichteten, die Frau sei zweimal gebissen worden und habe zusätzlich Schürfwunden erlitten.
Das zuvor gemeldete Wildschwein konnte im Bereich Neukatzwang nicht mehr festgestellt werden und hat sich offenbar aus dem Wohngebiet entfernt. https://t.co/nZaDdER7x4
— Polizei Mittelfranken (@PolizeiMFR) June 2, 2026
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Es ist nicht das erste Mal, dass eine Wildschweinsichtung für Schlagzeilen sorgt:
Im März verirrte sich eines der Tiere in ein Berliner Einkaufszentrum. Es konnte erst nach mehreren Stunden von der Polizei des Ladens verwiesen werden. Den Beamten gelang es gemeinsam mit Mitarbeitern des Tierparks, das Wildschwein aus dem Allende-Center in Köpenick nach draußen zu treiben.
Im März des vergangenen Jahres hatte ein aggressives Wildschwein in den Pfälzer Weinbergen drei Menschen verletzt. Das Tier griff zunächst einen 77-Jährigen auf einem Wohnmobilstellplatz an und verletzte ihn leicht am Bein, wie die Polizei damals mitteilte. Kurz darauf verletzte es einen 66-jährigen Mann und seine 62-jährige Begleiterin ebenfalls leicht an den Beinen. Polizisten erschossen das Tier.
Für besonders viele Schlagzeilen hatte ein Vorfall mit einem Wildschwein nahe Berlin im Sommer 2023 gesorgt: Die Suche nach einer vermeintlichen Löwin im brandenburgischen Kleinmachnow aufgrund eines Videos erregte international Aufsehen. Nach mehr als 30-stündiger Suche gab es dann Entwarnung: Es handelte sich nicht um eine Löwin, sondern um ein Wildschwein (mehr dazu hier ).
Wildschweine erobern die Stadt: Sie durchpflügen Parks, plündern Gärten und greifen sogar Passanten an. Mit neuen Jagdmethoden sollen die gefährlichen Tiere bekämpft werden. Mehr dazu erfahren Sie hier .
