Welt 03.10.2026
18:05 Uhr

„44 Prozent reichen eben nicht“ – AfD-Landeschef ruft 50-Prozent-Ziel aus


Die AfD gibt sich nach ihrem Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt offensiv: Brandenburgs Landeschef René Springer nannte das Ziel einer absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl 2029.

„44 Prozent reichen eben nicht“ – AfD-Landeschef ruft 50-Prozent-Ziel aus

Begleitet von Protest hat die AfD-Landesspitze in Brandenburg am Tag der Einheit ihren Willen zur Übernahme der Regierung erklärt. Die Versammlungen im ostbrandenburgischen Fürstenwalde blieben am Nachmittag bislang störungsfrei. Die Polizei war mit vielen Kräften im Einsatz. Der AfD-Landesvorsitzende René Springer gab für die Landtagswahl 2029 50 Prozent der Stimmen als Ziel aus. „44 Prozent reichen eben nicht.“ Lasst uns 2029 50 holen“, sagte er bei der Kundgebung vor Besuchern, von denen etliche Deutschlandfahnen schwenkten. Als Redner wurde am Nachmittag noch Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke erwartet, der als Rechtsaußen seiner Partei gilt. Nach erster Schätzung der Polizei kamen rund 1000 Menschen zu der Veranstaltung der AfD in der Stadt Fürstenwalde zusammen. An einer Protestversammlung eines Bündnisses, das etwas entfernt von der AfD gegen Rechts und für Vielfalt zusammenkam, beteiligten sich laut Polizei rund 500 Menschen. In Sachsen-Anhalt war die AfD bei der Landtagswahl am 6. September mit 43,8 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden, hatte aber die absolute Mehrheit verpasst. Die Linke sorgte in der Stadt Fürstenwalde mit rund 34.000 Einwohnern zuletzt mit einem Plakat und der Aufschrift „Björn Höcke ist ein Nazi“ für Streit. Die Staatsanwaltschaft hält es nicht für strafbar.