Iranische Behörden haben laut Medienberichten ein Café im Zentrum Teherans wegen angeblicher Förderung „satanistischer“ Aktivitäten geschlossen. Das Lokal an der bekannten Valiasr-Straße habe Veranstaltungen mit Musik westlichen Stils organisiert, die einen Rahmen für „abnormes Verhalten“ geboten hätten, berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Sonntag. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Polizei werfe Gästen des Cafés „satanistische Bewegungen“ vor. Ein von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitetes Video ohne Ton zeigte einen voll besetzten Raum, in dem Musiker Gitarre spielen, während einige Gäste offenbar im Takt der Musik mit dem Kopf nicken. Die iranischen Behörden gehen immer wieder mit Razzien und Festnahmen gegen Versammlungen oder Netzwerke vor, denen sie die Förderung von „Satanismus“ vorwerfen. So stuften sie unter anderem Rock- und Heavy-Metal-Konzerte als satanistische Veranstaltungen ein.