Welt 11.10.2026
10:01 Uhr

Christa Pike aus der Klinik entlassen, Todeskandidatin ist zurück im Gefängnis


Nach ihrer gescheiterten Hinrichtung konnte US-Häftling Christa Pike das Krankenhaus verlassen, die 50-Jährige ist zurück in der Klinik. Ob der Bundesstaat versuchen wird, die verurteilte Mörderin erneut hinzurichten, ist unklar.

Christa Pike aus der Klinik entlassen, Todeskandidatin ist zurück im Gefängnis

Die zum Tod verurteilte Christa Pike hat nach ihrer gescheiterten Hinrichtung das Krankenhaus verlassen. Laut Medienberichten teilten ihre Anwälte mit, die 50-Jährige sei verlegt worden. Pike befinde sich nun wieder im Debra K. Johnson Rehabilitation Center. In der Einrichtung im Bundesstaat Tennessee ist sie bereits seit mehr als 30 Jahren inhaftiert. Dort werde sie weiterhin medizinisch betreut, teilten ihre Anwälte am Samstag ⁠mit. Bei dem fehlgeschlagenen Hinrichtungsversuch am 30. September hatte die 50-Jährige, die wegen eines Mordes im Jahr 1995 zum Tode verurteilt worden war, den Angaben zufolge schwere gesundheitliche Schäden erlitten. Sie war nach zwei fehlgeschlagenen Injektionen mit schweren Armverletzungen, bewusstlos und in kritischem Zustand aus der Hinrichtungskammer in ein Krankenhaus in Nashville gebracht worden. Ihre Anwälte waren zunächst davon ausgegangen, dass sie hirntot sein könnte. In dieser Woche sei sie jedoch „wütend und verwirrt“ aufgewacht und stehe vor einer langen Genesung, erklärten ‌die Juristen. Vorerst alle Hinrichtungen in Tennessee ausgesetzt Pike hatte 1995 im Alter von 18 Jahren eine Kollegin brutal getötet und sollte hingerichtet werden. Ihre Zukunft ist zunächst weiter ungewiss. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt von Tennessee, John Ayers, hatte am Mittwoch erklärt, er könne nicht sagen, ob der Bundesstaat erneut versuchen werde, Pike hinzurichten. Ein Richter in Tennessee ordnete in ⁠dieser Woche ​an, sämtliche Beweise im Zusammenhang mit der fehlgeschlagenen Exekution zu sichern. Einer von Pikes ⁠Anwälten bezeichnete dies als den ersten von vielen Schritten, um ihre verfassungsmäßigen Rechte durchzusetzen. Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, setzte unterdessen alle ‌Hinrichtungen für den ⁠Rest des ‌Jahres aus.