Es war das große Streitthema bei der WM 2026: die zurückgenommene Rote Karte gegen Folarin Balogun (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a4a99edac819a6f6bcb03ab/wm-2026-nach-anruf-trumps-bei-infantino-fifa-setzt-rot-sperre-von-us-star-zur-bewaehrung-aus.html) . Der US-Stürmer hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina für einen unabsichtlichen, aber brutalen Tritt Rot gesehen. Im Anschluss daran soll US-Präsident Donald Trump (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/donald-trump/) bei Fifa-Präsident Gianni Infantino angerufen haben, um die Rote Karte zu annullieren. Der Platzverweis wurde tatsächlich zurückgenommen, Balogun durfte beim Achtelfinal-Aus gegen Belgien (1:4) spielen. Nun haben vier Fifa-Insider mit der „New York Post“ gesprochen und bestätigt, dass Infantino den Platzverweis eigenhändig zurückgenommen hat. Ein Insider erklärte gegenüber der US-Zeitung: „Er ( Gianni Infantino (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/gianni-infantino/) , Anmerkung der Redaktion) sagte Präsident Trump, dass er sich darum kümmern werde. Ein Anruf, und die Sache war erledigt.“ Sowohl Trump als auch Infantino bestätigten im Juli im Zuge des Skandals, dass es ein Telefonat zwischen ihnen gegeben hatte. Der Fifa-Präsident betonte allerdings stets, nicht in die Entscheidung involviert gewesen zu sein. Fifa plant Regeländerung nach der Roten Karte Die Zeitung fragte noch einmal bei der Fifa an, die sich wie folgt äußerte: „Unsere Position hat sich nicht geändert, ungeachtet dessen, was ungenannte Quellen behaupten.“ Zu den genannten Quellen und den inhaltlichen Vorwürfen äußerte sich der Verband nicht. Brisant: Erstmals seit der WM und den gescheiterten Investoren-Plänen Infantinos (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/article6a6dd6b7dd06dd5ef2e4179f/eklat-um-fifa-plan-das-muss-das-ende-von-gianni-infantino-sein.html) tagt am heutigen Donnerstag das Fifa Council. Der Fifa-Präsident, Uefa-Boss Aleksander Ceferin und DFB-Präsident Bernd Neuendorf sind Teil des 37-köpfigen Gremiums, das sich in Zürich trifft. Einem Medienbericht zufolge will die Fifa (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/fifa/) mit einer Regeländerung im Disziplinarkodex einen Fall wie bei der WM (verlinkt auf https://www.bild.de/sport/fussball/fifa-wm-2026-QNToDBgFYEJ5vy2KN6mE) verhindern. So sollen künftig Ein-Spiel-Sperren nicht mehr ausgesetzt werden dürfen. Dieser Vorschlag soll dem Fifa-Rat vorgelegt werden. Laut der britischen Zeitung „The Athletic“ kritisieren Ratsmitglieder den späten Zeitpunkt: Der genaue Wortlaut des Vorschlags sei weniger als 48 Stunden vor Sitzungsbeginn übermittelt worden.