Welt 03.09.2026
20:42 Uhr

Einigung bei Volkswagen – Aufsichtsrat stimmt Sanierungsplan zu – 50.000 Jobs fallen weg


Nach monatelangem Streit gibt es eine Einigung zur Rettung des VW-Konzerns. Der Aufsichtsrat stimmt dem Sanierungsplan von Konzernchef Oliver Blume zu. Den Mitarbeitern stehen drastische Sparmaßnahmen bevor.

Einigung bei Volkswagen – Aufsichtsrat stimmt Sanierungsplan zu – 50.000 Jobs fallen weg

Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat dem Sanierungsplan von Europas größtem Autohersteller zugestimmt. Der sogenannte Zukunftsplan 2030 sei am Donnerstagabend einstimmig beschlossen worden, teilte der Konzern in Wolfsburg mit. Demnach ist eine „konzernweite Anpassung der Beschäftigtenzahl in Höhe von rund 50.000 abzubauenden Stellen“ vorgesehen. In Europa muss Volkswagen Überkapazitäten von mehr als 500.000 Fahrzeugen abbauen. Für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm sei für den Zeitraum 2031 bis 2034 keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gesichert. Der Plan sieht außerdem bis zu 50 Prozent weniger Modelle vor. Die Restrukturierung könnte demnach bis zu zehn Milliarden Euro kosten. Die „Wirtschaftswoche“ berichtete (verlinkt auf https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/vw-in-der-krise-das-ist-volkswagens-geheimer-rettungsplan/100251603.html) unter Berufung auf eine Unterlage des Vorstands für den Aufsichtsrat, die spanische Marke Seat solle „bis spätestens Ende 2029“ eingestellt werden, um Kosten zu reduzieren. Die seit 2018 eigenständige Schwestermarke Cupra, die sehr erfolgreich ist, solle dagegen fortgeführt werden. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Vor zwei Monaten waren die Spar- und Zukunftspläne des Vorstands erstmals im Aufsichtsrat behandelt worden – und dort am Widerstand der Arbeitnehmer und des Landes gescheitert. Mehr in Kürze