Welt 31.05.2026
15:17 Uhr

Fatale Folgen drohen – deutsche Nationalspielerin soll drei Dopingtests verpasst haben


Die deutsche Nationalspielerin Laura Freigang soll sich dreimal nicht am zuvor angegebenen Ort aufgehalten und damit gegen Nada-Richtlinien verstoßen haben. Ihr droht jetzt eine zweijährige Sperre.

Fatale Folgen drohen – deutsche Nationalspielerin soll drei Dopingtests verpasst haben

Es sind harte Wochen für Laura Freigang. Zum einen ist die Kapitänin von Eintracht Frankfurt erst einmal raus aus dem Fußball-Nationalteam. Sie wurde von Bundestrainer Christian Wück nach langer Zeit in der deutschen Auswahl für die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Norwegen und in Slowenien nur auf Abruf nominiert. Zum anderen – und das könnte weitaus dramatischere Folgen für die 28-Jährige haben – droht ihr eine Sperre. Nach Informationen von Sport 1 sind ihr bei der Auskunft über ihren Aufenthaltsort für mögliche Dopingtests Versäumnisse unterlaufen. Insgesamt dreimal soll sie sich demnach nicht am zuvor angegebenen Ort aufgehalten haben und damit gegen die gängigen Regularien der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschlands (Nada) verstoßen haben. Die 44-malige Nationalspielerin (17 Tore), (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/frauenfussball/) die bei allen großen Turnieren seit der EM 2022 in England dabei war, könnte nun wegen der insgesamt drei verpassten Kontrollen eine Sperre erhalten. „Die Meldepflicht-/Kontrollversäumnisse heißen im Nada-Wording ‚Strike‘, insgesamt rund 300 wurden 2025 laut Jahresbericht festgestellt“, berichtet Sport 1. „Drei Strikes binnen zwölf Monaten, wie das bei Freigang der Vorwurf sein soll, können einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen darstellen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum beginnt mit dem ersten möglichen Versäumnis, jeder Fall muss den betreffenden Athleten mitgeteilt werden.“ DFB und Eintracht halten sich zurück Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Fall geäußert – auch nicht zu Spekulationen, die Nichtberücksichtigung Freigangs für die beiden Länderspiele gegen Norwegen und Slowenien könne mit ihren versäumten Tests zusammenhängen. Auch von ihrem Klub kommt wenig Erhellendes. Die „Bild“ berichtet, (verlinkt auf https://www.bild.de/sport/startseite/sport/sport-home-15479124.bild.html) dass „Journalisten aktuell auf eisiges Schweigen treffen, wenn sie bei Eintracht Frankfurt anrufen und den Namen Laura Freigang nennen. Anschließend werde auf das „schwebende Verfahren“ verwiesen. Klar sei dem Bericht zufolge: „Rund um die drei verpassten Doping-Tests der Stürmerin herrscht sowohl bei Eintracht als auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) große Aufregung. Denn: Freigang droht bei einem Urteil durch das DFB-Sportgericht eine Sperre von bis zu zwei Jahren.“ Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify (verlinkt auf https://open.spotify.com/show/7CX3rSNRL11YEnW7IzkWIS?si=82f337b82c6b4e32&nd=1&dlsi=56417d9ce6fc406c) , Apple Podcasts (verlinkt auf https://podcasts.apple.com/de/podcast/weltmeister/id1852960967) oder direkt per RSS-Feed (verlinkt auf https://weltmeister.podigee.io/feed/mp3) . Hintergrund sei demnach, dass sich Freigang als deutsche Nationalspielerin eigenständig um die Organisation ihrer Meldepflicht bei der Nada bemühen müsse. Bei Nicht-Nationalspielern und -Nationalspielerinnen kümmern sich die Vereine darum. „Heißt: Freigang muss der Nada schriftlich melden, wann sie sich wo aufhält, damit Doping-Kontrolleure sie finden können“, so die „Bild“. Nach den drei Meldepflichtverstößen könnte Freigang deswegen nun eine Sperre erhalten. Allerdings sehen die Regularien zunächst einmal vor, dass die Fußballspielerin die Umstände der verpassten Kontrollen darlegen kann und derart harte Sanktionen kein Automatismus sind. Ein Doping-Verdacht besteht gegen Freigang aktuell nicht. Die absolvierten Tests waren allesamt negativ. Offen ist derzeit noch, wie mit dem dritten Meldeverstoß umgegangen wird. Sollte Freigang auch hier nicht vorschriftsmäßig gehandelt haben, würde der Fall vor dem DFB-Sportgericht landen.