Die Berliner Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp (Linke) war bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe. Das berichtet die „ Frankfurter Allgemeine Zeitung (verlinkt auf https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/elif-eralp-war-bis-2025-mitglied-im-linksextremen-verein-rote-hilfe-201272394.html) “. In Ausgaben des Handbuchs des Berliner Abgeordnetenhauses von 2022 und 2023 ist der Verein unter Eralps Mitgliedschaften aufgeführt. Neben der Roten Hilfe zählten dazu auch Mitgliedschaften bei Verdi, Amnesty International und beim VVN-BdA ( „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“). In der Ausgabe vom Oktober 2025 (verlinkt auf https://www.parlament-berlin.de/service/publikationen-informationsmaterial/informationsmaterialien/taschenbuch-des-abgeordnetenhauses) fehlt der Eintrag zur Roten Hilfe, die übrigen Mitgliedschaften sind weiterhin aufgeführt. Die Bundesregierung bezeichnet die Rote Hilfe (verlinkt auf https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1173286?) als „die größte und eine der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus“. Ihr wesentliches Tätigkeitsfeld sei die Unterstützung linksextremistischer Straftäter. Der Verein leistet juristische und finanzielle Hilfe für Straftäter mit linker Gesinnung und mindert damit nach Einschätzung der Bundesregierung die abschreckende Wirkung strafrechtlicher Sanktionen. Die Rote Hilfe (verlinkt auf https://rote-hilfe.de/unterstuetzung/haeufige-fragen-zur-unterstuetzung-faqs) gibt selbst an, auf Antrag unter anderem Anwaltskosten und Geldstrafen zu übernehmen. Nach ihren Regeln kann sie die Unterstützung kürzen oder ablehnen, wenn ein Antragsteller im Strafverfahren mit den Behörden zusammenarbeitet oder sich vor Gericht für die vorgeworfene Tat entschuldigt. Die Landesgeschäftsstelle der Linken erklärte auf Anfrage der Zeitung, Eralp sei während ihres Jurastudiums beigetreten. Sie habe Menschen, die sich für linke und soziale Anliegen engagierten, den Zugang zu juristischem Beistand erleichtern wollen. Danach sei sie „über Jahre passives Mitglied“ gewesen. Ihre Mitgliedschaft habe sie über die Angaben beim Abgeordnetenhaus offengelegt. Nach Angaben der Linken ist Eralp im vergangenen Jahr „wegen teilweise anderer politischer Ansichten“ aus dem Verein ausgetreten. Der Austritt habe vor ihrer Nominierung als Spitzenkandidatin für die Berliner Abgeordnetenhauswahl stattgefunden. Im Wahlprogramm der Berliner Linken (verlinkt auf https://dielinke.berlin/fileadmin/download/2026/Wahlprogramm_AGH_2026_Die_Linke_Berlin.pdf) wird die Rote Hilfe als Beispiel für Vereine genannt, die nach Auffassung der Partei unter Druck stehen. Wörtlich heißt es in dem Programm: „Antifaschistische Vereine wie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (hier ist Eralp weiterhin Mitglied, d.Red.) oder die Rote Hilfe sehen sich steuerlichen Angriffen ausgesetzt oder ihre Konten werden geschlossen. Wir stehen entschieden an ihrer Seite und verteidigen ihre Gemeinnützigkeit.“ Linke, Grüne und SPD sprechen ab Donnerstag Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin hat die Partei Grüne und SPD inzwischen zu Gesprächen über eine mögliche Koalition eingeladen. Nach dem Willen von Grünen und SPD soll es sich aber noch nicht um Sondierungen handeln, sondern um ein „gemeinsames Vorgespräch“. Im Zentrum dürfte das zuletzt heftig diskutierte Thema Antisemitismus stehen. Teile der Berliner Linken stehen wegen ihrer Positionen zu Israel und Palästina und zum Antisemitismus schon seit Längerem immer wieder in der Kritik. Für Wirbel sorgte zuletzt eine Wahlparty der Linken in Neukölln, bei der sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend waren. Er soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft ist. Der Linke-Bundestagsabgeordnete aus Neukölln, Ferat Koçak, steht unter Druck, weil er freundschaftliche Chatnachrichten mit dem Sohn des Clan-Oberhaupts austauschte. Die Linke-Parteiführung hatte angesichts heftiger Kritik nach der Wahl mehrfach klargestellt, dass sie sich zum Existenzrecht Israels und zum Schutz jüdischen Lebens bekenne.