Welt 19.09.2026
09:11 Uhr

Grüne wollen Wohngeldkürzungen „in die Tonne kloppen“


Die Grünen werfen der Bundesregierung vor, ausgerechnet bei steigenden Energiepreisen das Wohngeld zusammenzustreichen. Die Partei fordert, die geplanten Kürzungen für 2027 zurückzunehmen.

Grüne wollen Wohngeldkürzungen „in die Tonne kloppen“

Die Grünen ⁠haben die Bundesregierung angesichts steigender Energiepreise aufgefordert, auf die für 2027 geplanten Kürzungen ⁠beim Wohngeld zu verzichten. „Die Regierung muss die ‌geplanten Wohngeldkürzungen ​jetzt endlich in ‌die Tonne kloppen, ​um Familien, Kinder und Rentner bei den hohen Heiz- ​und Mietkosten zu unterstützen“, sagte Vizefraktionschefin Julia Verlinden der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bundesregierung will das Wohngeld ‌zum 1. Januar 2027 absenken. Nach dem vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf sollen eine eigentlich vorgesehene Erhöhung des Wohngelds ausgesetzt, die dauerhafte Heizkostenkomponente halbiert ⁠und die Berechnungsformel geändert werden. Die Regierung begründet ‌die Einschnitte mit der Konsolidierung des Bundeshaushalts. Besonders kritisierte Verlinden ‌die Halbierung der Heizkostenkomponente. Dies ‌sei angesichts steigender ⁠Preise ⁠für fossile Energien „vollkommen verrückt“. Sie warf ‌der Regierung vor, ​mit ihrer Gebäude- und Energiepolitik die Abhängigkeit vieler ​Mieter ​von Öl- und Gasheizungen zu verlängern.