Welt 04.10.2026
12:28 Uhr

„Hatte das Gefühl, Teil meines Lebenszwecks und meiner Identität verloren zu haben“


Prinz Harry versucht sich nach seiner Rückkehr nach Großbritannien an einem Comeback – vor allem durch sein Engagement für Veteranen. Nun erzählt er, wie es ihm selbst erging, als er das Militär verlassen musste.

„Hatte das Gefühl, Teil meines Lebenszwecks und meiner Identität verloren zu haben“

Prinz Harry hat nach eigenen Angaben nach dem Ende seiner Militärlaufbahn das Gefühl gehabt, „einen Teil meines Lebenszwecks und meiner Identität“ verloren zu haben. Das sagte der Herzog von Sussex in einer Videobotschaft an den Nato-Militärausschuss in Brüssel, wie das US-Magazin „People“ (verlinkt auf https://people.com/prince-harry-reflects-losing-purpose-identity-surprise-nato-address-12151494) berichtet. In seiner Nachricht sprach der 42-Jährige über die Herausforderungen, mit denen viele Soldaten nach ihrer aktiven Dienstzeit konfrontiert seien. „Als ich meine Uniform auszog, hatte ich das Gefühl, nicht nur einen Beruf verloren zu haben, sondern auch einen Teil meines Lebenszwecks und meiner Identität“, sagte Harry in der Botschaft, die auch in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde (verlinkt auf https://www.youtube.com/shorts/-_2H8ZOpIXI) . Zugleich warb er für die Arbeit der von ihm gegründeten Invictus Games für verwundete, verletzte und erkrankte Veteranen. Die Nato und Invictus verbinde der Einsatz für Soldaten, Veteranen und deren Familien. Allerdings sei die Nato ein Bündnis von Staaten, im Mittelpunkt stünden jedoch die Menschen, die dienten. „Diese Nationen werden von Menschen verteidigt. Menschen, die freiwillig dienen, gemeinsam trainieren, gemeinsam kämpfen und sich oft auch gemeinsam erholen“, sagte Harry. Dazu kämen Familien, deren Beitrag häufig kaum wahrgenommen werde. Kritisch äußerte sich der Prinz über die Unterstützung von Soldaten nach ihrer Rückkehr aus Einsätzen. Zwar würden erhebliche Mittel aufgewendet, um Männer und Frauen in den Krieg zu schicken. Nach dem Ende ihres Dienstes gebe es jedoch oft deutlich weniger Hilfe. „Ich weiß etwas über diesen Übergang“, sagte Harry. Er selbst sei in einer privilegierten Situation gewesen, weil er als Mitglied der königlichen Familie „eine andere Möglichkeit zu dienen“ gehabt habe. Besonders verwundete und verletzte Soldaten bräuchten Unterstützung. „Sie werden vielleicht nie wieder eine Uniform tragen. Aber sie können weiterhin führen. Sie können weiterhin dienen. Sie können weiterhin ihre Gemeinschaft und ihr Land stärken“, sagte Harry. Veteranen könnten zudem wichtige Vorbilder für die nächste Generation sein. Harry und Meghan waren mit ihren Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) Ende August nach Großbritannien zurückgekehrt. Spekulationen zufolge sollen sie in die idyllische Region der Cotswolds, westlich von London, gezogen sein. Anfang 2020 hatte sich das Paar vom engeren Kreis der Königsfamilie losgesagt und im US-Bundesstaat Kalifornien niedergelassen.