In einer sozialen Hilfseinrichtung im Hamburger Stadtteil Hamm ist es bei einem Kochkurs zu einer Messerattacke gekommen, bei der ein 44 Jahre alter Mann mehrere Stichverletzungen erlitt. Die Tat ereignete sich am Dienstag gegen 17.12 Uhr in der Diagonalstraße und beschäftigt inzwischen die Mordkommission des Landeskriminalamtes. Nach Angaben der Polizei nahmen Einsatzkräfte noch am Tatort einen 40 Jahre alten Mann vorläufig fest. Der Verdächtige, ein rumänischer Staatsbürger, soll den 44-Jährigen aus bislang ungeklärten Gründen unvermittelt mit einem Küchenmesser angegriffen haben. Beide Männer hatten zuvor gemeinsam an einem Kochkurs in der Einrichtung teilgenommen. Was den Auslöser für die plötzliche Eskalation war, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Entscheidend war in der dramatischen Situation das Eingreifen eines weiteren Kursteilnehmers. Ihm gelang es, dem Angreifer das Messer aus der Hand zu nehmen und damit möglicherweise Schlimmeres zu verhindern. Kurz darauf rückten alarmierte Funkstreifenwagen an und nahmen den Tatverdächtigen in der Einrichtung fest. Mehrere Stichverletzungen Das Opfer erlitt mehrere Stichverletzungen, die nach aktuellem Stand nicht lebensgefährlich sind. Rettungskräfte der Feuerwehr versorgten den Mann zunächst vor Ort und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Angaben zu seinem aktuellen Gesundheitszustand machte die Polizei nicht. Die ersten Ermittlungen übernahm der Kriminaldauerdienst. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige in das Untersuchungsgefängnis gebracht. Ein Richter erließ Haftbefehl. Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts führt nun die Mordkommission des Landeskriminalamtes 41 die weiteren Ermittlungen, in enger Abstimmung mit der Abteilung für Kapitaldelikte der Hamburger Staatsanwaltschaft. Die Beamten rekonstruieren den genauen Tatablauf, befragen Zeugen aus dem Umfeld des Kurses und prüfen mögliche Motive für den Angriff. Auch die persönlichen Hintergründe der Beteiligten spielen dabei eine Rolle.