Welt 26.05.2026
14:36 Uhr

Nah an der Schmerzgrenze – Millionen-Angebot für El Mala liegt vor


Saïd El Mala könnte dem 1. FC Köln einen Rekordtransfer bescheren. Brentford bietet ein Paket, das nah an die Forderungen der Rheinländer heranreicht. Nun muss eine schnelle Entscheidung her.

Nah an der Schmerzgrenze – Millionen-Angebot für El Mala liegt vor

Jetzt wird es ernst. Der FC Brentford biegt im Poker um Kölns Superstar Saïd El Mala auf die Zielgerade ein: mit einem schriftlichen Angebot, das mittlerweile bei den Rheinländern eingegangen ist. Entscheidend für den Kölner Sportchef Thomas Kessler und Kaderplaner Tim Steidten ist die Summe. Brentford kommt schon sehr nah an die Schmerzgrenze von 50 Millionen Euro (inkl. Nachschlägen) heran. Nach Informationen von „Sport Bild“ geht der Tabellenneunte der Premier League (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/premier-league/) mit einer Basis-Ablöse von 40 Millionen Euro ins Rennen. Fünf Millionen an leicht erreichbaren Boni kommen hinzu. Köln (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/koeln/) kann bei einer Einigung mit 45 Millionen Euro kalkulieren. Dazu soll es im Fall eines Weiterverkaufs eine Ablöse-Beteiligung in Höhe von 15 Prozent für die Rheinländer geben. Kein anderer Klub war bisher bereit, so viel für den 19-Jährigen zu bieten. Brighton wollte eine Offerte über 35 Millionen Euro Ablöse abgeben, kam aber nicht dazu. Köln sah keine finanzielle Basis für Gespräche. Das einzige schriftliche Angebot des Dauer-Interessenten mit einem Volumen von rund 28 Millionen war im Januar in Köln eingegangen. Der FC lehnte nach interner Beratung ab. Kesslers Geduld zahlt sich aus. Einen langwierigen Poker, wie ihn Brighton über mehrere Monate geführt hat, will sich Brentford ersparen. Das ist im Interesse der FC-Führung. Das schriftliche Angebot des Premier-League-Klubs soll eine Frist enthalten. Kommt es nicht innerhalb weniger Tage zu einem Abschluss, zieht sich der Londoner Verein wieder zurück und setzt auf Alternativ-Kandidaten. El Mala nicht zur WM – Gut für Brentford Ähnlich schnell muss es mit dem Spieler laufen. El Mala wird von seiner Mutter Sabrina beraten. Sie lehnt derzeit die Zusammenarbeit mit einer Agentur ab. Eine ganze Reihe von Anfragen renommierter Vermittler hat sie zurückgewiesen. Brentford bietet ihrem Sohn offenbar ein höheres Gehalt als Brighton. Dort hätte El Mala im ersten Jahr auf rund vier Millionen Euro kommen können. Nun müssen sich der FC und der Spieler entscheiden, ob sie den Deal wollen. Brentford spielt es in die Karten, dass El Mala nicht für den deutschen WM-Kader nominiert wurde. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte ihn in der engsten Auswahl, entschied sich am Ende aber gegen den Tempodribbler. Der kann somit beim Turnier nicht auf sich aufmerksam machen und seinen Wert weiter steigern oder noch größere Vereine für sich begeistern. Für den FC bedeutet das: mit Risiko auf das nächste Angebot zocken und im Zweifel in diesem Sommer auf den Mega-Transfer verzichten – oder einschlagen, Geld nehmen und investieren. Der Vorteil für Kessler ist, dass er finanziell nicht unter Zugzwang steht. Er benötigt zwar Geld, um die Mannschaft in der Spitze zu verstärken. Aber er muss keine Finanzlöcher stopfen. Verkauft er El Mala, der 2025 für 350.000 Euro Ablöse von Drittligist Viktoria Köln gekommen war, kann er das Geld in die Mannschaft stecken. Der Vertrag des Stürmers gilt beim FC bis 2030 (ohne Ausstiegsklausel). Dieser Text wurde für das Sportkompetenzcenter (WELT, BILD, SPORTBILD) verfasst und erschien zuerst in SPORT BILD.