Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die sexistischen Kommentare gegen Trainerin Marie-Louise Eta vom 1. FC Union Berlin verurteilt. „Diese Kommentare sind inakzeptabel. Sie richten sich nicht nur gegen eine einzelne Person, sondern stellen Werte infrage, die für unseren Sport zentral sind: Respekt, Fairness und Gleichwertigkeit“, hatte die frühere deutsche Nationalspielerin Celia Sasic dem Nachrichtenportal „t-online“ noch vor Etas Debüt-Spiel gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Samstagnachmittag gesagt. Sasic ist DFB-Vizepräsidentin für Diversität und Vielfalt. Seit ihrer historischen Beförderung zur ersten Cheftrainerin (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/) in der Männer-Bundesliga erhielt Eta extrem viel Zuspruch – zugleich wird sie vor allem in sozialen Netzwerken mit Hasskommentaren konfrontiert. Auch nach dem 1:2 (verlinkt auf https://sportdaten.welt.de/fussball/1bundesliga/spiele-und-ergebnisse/) bei ihrem Debüt gegen den VfL gab es entsprechende Beiträge. Der Klub (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/) reagiert auf einige Äußerungen in den sozialen Medien direkt. Es sei „absolut richtig“, dass die Berliner klare Haltung zeigten, befand Sasic. Auch für den Fall von Beleidigungen gegen Eta während eines Spiels ist der DFB gewappnet. Sasic verwies darauf, dass der Verband klare Abläufe habe, um beleidigende oder strafbare Kommentare auszublenden, zu melden und, wenn nötig, auch an die Staatsanwaltschaft weiterzugeben. „Grundsätzlich schaut der DFB bei jedem Spiel sehr genau hin, wenn es um Diskriminierung oder Grenzüberschreitungen geht. Es gibt null Toleranz gegenüber sexistischen oder diskriminierenden Vorfällen“, sagte Sasic. Horst Heldt: „Ich finde es wahnsinnig“ Union Berlins Geschäftsführer Profifußball, Horst Heldt, hatte die Anfeindungen gegen Eta ebenfalls scharf kritisiert. „Ich finde es wahnsinnig, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen in der heutigen Zeit, uns rechtfertigen müssen. Wir reden hier von einer hochkompetenten Führungspersönlichkeit“, sagte Heldt. Die 34-Jährige selbst betonte: „Es beschäftigt mich nicht, es sagt mehr über die aus, die das ins Netz stellen als über die, über die was losgelassen wird“.