Welt 29.05.2026
14:11 Uhr

„Nur gemeinsam stark“ – Prien fordert mehr Kooperation in der Bildung


Mehr Zusammenarbeit, mehr Wirkung: Bildungsministerin Karin Prien (CDU) macht in Hamburg Druck für ein engeres Zusammenspiel von Bund und Ländern. Im Fokus ihres Besuchs stand das Startchancen-Programm – begleitet von Gesprächen quer durch den Senat.

„Nur gemeinsam stark“ – Prien fordert mehr Kooperation in der Bildung

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat bei einem Besuch in Hamburg für eine engere Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen in der Bildungs- und Sozialpolitik geworben. Viele Herausforderungen ließen sich „nur dann gut lösen, wenn die Ebenen, Bund, Länder und Kommunen gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten“, sagte Prien am Freitag bei einem Treffen mit Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Rathaus. Im Mittelpunkt stand das Startchancen-Programm von Bund und Ländern, das Schulen in schwieriger Lage gezielt unterstützen soll. Gemeinsam mit Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris (SPD) informierte sich Prien an der Grundschule Osterbrook im Stadtteil Hamm über konkrete Fördermaßnahmen, darunter Programme zur Stärkung der Lese- und Rechenkompetenzen. Außerdem eröffnete sie einen Jahresworkshop von Hamburger Schulleitern zum Startchancen-Programm. Darüber hinaus führte die Ministerin weitere Gespräche. So tauschte sie sich unter anderem mit Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) über Fragen der Weiterentwicklung sozialstaatlicher Leistungen aus. Auch ein Treffen mit Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne) stand auf dem Programm. Prien betonte, ihr sei ein „konstruktives, kooperatives Verhältnis“ zu den Ländern besonders wichtig. Die Zusammenarbeit mit Hamburg sei bereits eng – etwa im Bereich der Bildungs- sowie der Kinder- und Jugendpolitik – und solle weiter vertieft werden. Nur wenn Bund und Länder „an einem Strang ziehen“, könne man die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche nachhaltig verbessern. Für die CDU-Politikerin hatte der Termin auch eine persönliche Note: Hamburg ist ein Ort, mit dem sie politisch und biografisch eng verbunden ist. Ihre Familie lebt in der Hansestadt. In Hamburg engagierte sie sich früh als Abgeordnete in der Bürgerschaft; später war sie als Bildungsministerin im benachbarten Schleswig-Holstein tätig und pflegte in dieser Rolle einen engen Austausch mit den Kollegen an der Elbe.