Fans des Conference-League-Finalisten Rayo Vallecano haben in der spanischen Liga einen Abbruch der Partie ihres Klubs gegen Athletic Bilbao provoziert. Aus Protest gegen die Vereinsführung um Präsident Raúl Martín Presa warfen die Rayo-Anhänger in der 13. Minute beim Stand von 0:0 Papierflieger und andere Gegenstände auf den Platz, was erst zu einer Spielunterbrechung und später zum Abbruch führte. Zuvor sprach der Schiedsrichter mit der Polizei, dann mit den Trainern von Vallecano und Bilbao – Benat San José und dem ehemaligen BVB-Trainer Edin Terzic. Anschließend gab der Referee den Mannschaften das Signal, das Spielfeld zu verlassen. Kurz darauf kehrten die Teams wieder auf den Rasen zurück. Als nach dem Wiederanpfiff erneut Gegenstände auf den Platz flogen, wurde die Begegnung endgültig abgebrochen. Es war Rayos erstes Ligaspiel der Saison im heimischen Stadion im links geprägten Madrider Stadtteil Vallecas, nachdem die Stadtverwaltung die Arena aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen hatte. Die drei vorherigen Heimspiele hatte das Team im Vorort Leganés bestreiten müssen, weil dem Klub wegen des maroden und als unsicher eingestuften Zustands die Stadionlizenz entzogen worden war. Viele Rayo-Fans boykottierten die Ausweichpartien in Leganés. Das nächste Heimspiel von Rayo Vallecano in Vallecas ist für den 24. Oktober gegen Elche angesetzt. Barcelona und Flick marschieren Sportlich bestimmt in Spanien (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/spanien/) weiter der FC Barcelona (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/fc-barcelona/) die Schlagzeilen. Auch der von Hansi Flick gewährte XXL-Urlaub während der Länderspielpause kann der Dominanz des Klubs nichts anhaben. Der katalanische Titelverteidiger um den diesmal als Vorlagengeber glänzenden Lamine Yamal besiegte den FC Getafe souverän mit 3:0 (2:0) und wahrte auch im achten Ligaspiel seine perfekte Bilanz. Der englische Zugang Anthony Gordon (2. Minute), Brasiliens Gabriel Jesus (30.) und Verteidiger Jules Koundé (73.) auf Vorlage von Yamal erzielten die Tore beim souveränen Erfolg des Teams, das mit 24 Zählern der Konkurrenz um Real Madrid (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/real-madrid/) und José Mourinho weit enteilt ist. In der langen Länderspielpause hatte Ex-Bundestrainer Flick seinen Profis, die nicht zum Nationalteam mussten, gleich neun freie Tage am Stück gewährt. Zum großen Vergleich mit Real kommt es am 25. Oktober. Davor erwarten Flick und sein Team noch Gastspiele in der Champions League bei Galatasaray (13. Oktober) und Titelverteidiger Paris Saint-Germain (20. Oktober).