Welt 21.05.2026
00:29 Uhr

Rentenkommission plädiert für Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre


Um die Rentenkassen zu stabilisieren, schlägt die Rentenkommission laut einem Medienbericht drastische Maßnahmen vor: höhere Altersgrenzen und ein sinkendes Rentenniveau. Die Empfehlungen sollen Ende Juni vorgestellt werden.

Rentenkommission plädiert für Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre

Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission will laut einem Bericht der „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/politik/rente-mit-70-diese-mutige-reform-hat-sprengkraft-6a0dcf5546b3b052cd75c5e2) “ die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre empfehlen. Die Grenze solle bis Anfang der 2060er Jahre von bald 67 Jahren auf dann 70 Jahre steigen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Kommissionskreise. Denkbar sei demnach, dass das Renteneintrittsalter Anfang der 2040er Jahre auf 68 und Anfang der 2050er Jahre auf 69 steige und dann zehn Jahre später erneut um ein Jahr erhöht werde. Zur Stabilisierung der Rentenfinanzen will das 13-köpfige Gremium außerdem ein Absenken des Rentenniveaus bis auf 46 Prozent vorschlagen. Aktuell sind es 48 Prozent. Das früher bei 65 Jahren liegende Renteneintrittsalter wird bereits seit 2012 schrittweise angehoben und soll nach aktuellem Stand 2031 bei 67 Jahren liegen. Diese Altersgrenze gilt für alle, die 1964 oder später geboren wurden. Ein vorgezogener Rentenstart ist möglich, wenn Abschläge hingenommen werden. Zudem gibt es Ausnahmen etwa für besonders langjährig Versicherte und für Schwerbehinderte. Kontrovers werde innerhalb der Kommission die Frage diskutiert, ob auch Beamte künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten, schreibt „Bild“ weiter. Derzeit gebe es dafür aber keine Mehrheit. Die Rentenkommission will ihre Reformempfehlungen am 30. Juni vorlegen.